Montag, 7. September 2015

Für Kardinal Kasper ist das Schisma schon da...


Heute bei La Nuova Bussola Quotidiana: Der 82 -jährige Kardinal Kasper tief in die Nostalgie der 70-er Jahre verstrickt.  Hier geht´s zum Original:             klicken
"KARDINAL KASPER: AUF GRUND DER DOKTRIN IST DAS SCHISMA PRAKTISCH SCHON REALITÄT"

"Für Kardinal Kasper ist Das Schisma praktisch schon Realität- das verkündetet er ganz locker, als sei es das Normalste der Katholischen Welt.

"Für viele"- so erklärte er La Nacion-" ist die Lehre der Kirche weit von der Realität entfernt. Es gibt praktisch bereits ein Schisma. Viele katholische Eheleute leben z.B. nicht nach der Lehre von Humanae Vitae zur Empfängnisverhütung."

Deshalb müsse man "bei der nächsten Synode über diese Probleme sprechen, bei der letzten Synode habe man nicht genug über sie geredet .

Nach Kasper kann sich "die Pastoral nicht gegen die Doktrin stellen, aber die Doktrin kann keine abstrakte Feststellung sein."
Der 82-jährige Theologe sagt, er habe keine Lösungen, aber zwischen den Zeilen liest man, daß man zu "einem Konsens kommen könne, wenn man je nach den verschiedenen Situationen vor Ort unterschiedliche Lösungen findet."
Diese Aussage könnte an einen Synoden-Beschluss vom Verhandlungstyp denken lassen, z.B indem man bei der Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zur Kommunion die einzelnen Bischofskonferenzen nach den Richtwerten für die einzelnen Fragen konsultiert.

Für diesen Vorschlag mangelt es nicht an Skeptikern, weil sie ein Interpretationschaos in der Katholischen Welt vorhersehen, das in einer Art "Katholizismus à la carte" enden könnte.

Man kann feststellen, daß das von Kard. Kasper genannte Schisma sich sehr wohl von dem von Kard. Müller vor einigen Tagen angesprochenen Schisma unterscheidet.

Während Kasper eine Distanz zwischen Lehre und Pastoral im Leben der Gläubigen feststellt, warnt Müller vor einem Zerreissen der Verbindung zwischen Lehre und Pastoral, die Realität werden könne, wenn die Praxis ohne die Doktrin zu berücksichtigen ausgeübt werde.

Weil-wie Müller sagt- "es sich nicht darum handelt die Offenbarung an die Welt anzupassen sondern doide Welt für Gott zu gewinnen,"
Quelle: La Nuova Bussola Quotidiana

Neuigkeiten aus Rom

Die Sala Stampa des Heiligen Stuhls hat für morgen, den 7.9.2015 um 12.00  eine Pressekonferenz angekündigt, bei der zwei Motu Proprios von Papst Franziskus zur Reform des Kanonischen Eheannulierungsprozessess  bzw. des Codex des Kanonischen Rechtes und des Codex des Kanonischen Rechtes der Ostkirchen der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.  klicken

" Mitis Iudex Dominus Jesus" und "Mitis et misericors Jesus" 

An der Vorstellung in der Aula Giovanni Paolo II werden teilnehmen:

S.E. Msgr. Pio Vinto Pinot, Dekan der Rota Romana und Präsident der Spezialkommission für die Reform des Kanonischen Eheprozesses
S.E. Kard. em. Francesco Coccopalmerio, Präsident des Päpstlichen Rates für die Gesetzestexte, Mitglied der Spezialkommission
S.E. Msgr. Dimitrios Salachas,  Apostolischer Exarch von Athen für die griechischen Katholiken 
S.E. Msgr. Luis F. Ladaria Ferrer, SJ,  Sekretär der Glaubenskongregation, Mitglied der Spezialkommission
Msgr. A. Bunge, Auditor bei der Rota Romana, Sekretär der Spezialkommission
Pater Nikolaus Schöch,  OFM, Sekretär der Spezialkommission

Einige der Vaticanisti bezeichnen die Reform zur Vereinfachung des Kanonischen Eheannullierungsprozesses auch als Plan B der "Erneuerer", um -wenn schon die Kasper-These von der Synode nicht akzeptiert wird- doch wenigstens eine "katholische Scheidung" durchzusetzen.

Quelle: La Santa Sede, Bollettino

Sonntag, 6. September 2015

Neues zu Medjugorje

Wie Gianluca Barile, Vaticanist, bei rorate caeli berichtet, hat Kardinal G.L. Müller dem Gemeindepfarrer Fra Marinko Sakoto und den 6 angeblichen Sehern, die seit 34 Jahren behaupten, die "Gospa " zu sehen, verboten, innerhalb der Gemeinde "Zeugnisse und Botschaften" zu verbreiten. Hier geht´s zum Original klicken

"VATICAN VERBIETET "SEHERN"  INNERHALB DER GEMEINDE VON MEDJUGORJE BOTSCHAFTEN ZU VERBREITEN"

"Die Glaubenskongregation hat durch eine von Kardinal Gerhard L. Müller unterzeichnete Anordnung, dem Gemeindepfarrer Marinko Sarosa und den 6 vermeintlichen Sehern, die seit 34 Jahren behauoten, die "Gospa" zu sehen, verboten innerhalb der Gemeinde von Medjugorje "Zeugnisse" oder "Botschaften" zu verbreiten.
Das ist ein sehr harter Schlag die dem "Propagandaministerium" in Medjugorje, der Kommunikationsmaschinerie der angeblichen Seher, zugefügt wird, das so genannt wird, weil von dort die Botschaften fast zeitgleich in verschiedene Sprachen übersetzt, - Dank sozialer Netzwerke und unzähliger Unterstützer-websites in jeden Winkel der Welt gesendet werden können.

Und es ist, nachdem einigen der Seher verboten wurde in italienischen Diözesen öffentliche Versammlungen abzuhalten, die zigste Bestätigung, daß sich die sogenannten Erscheinungen darauf zubewegen, sich in "schwarzen Rauch " aufzulösen.

Wie wir bereits im Juni ahnten, hat die Glauibenskongregation im Licht des Schlussberichtes der sogenannten "Ruini-Kommission" die "Erscheinungen" nicht als übernatürlich anerkannt.
Das von Kardinal Müller geleitete Vaticanische Dikasterium wird sich innerhalb der nächsten Wochen treffen, um diesen Befund zu formalisieren- das letzte Wort dazu wird Papst Franziskus haben- der kein Geheimnis aus seinem-wenn auch verschleierten- Skeptizismus bezüglich der Authentizität des Phänomens Medjugorje gemacht hat.

Fundstück

Wo? Bei elsa- und via Twitter bei Armin Schwibach  . Was? Ein Zitat aus dem neuen Buch Kardinal Sarahs "Gott oder nichts"  Dank dafür.
Ein Zitat das in einem Satz die das ganze Pontifikat währenden wütenden Attacken auf den Papa emeritus erklären.

"Wenn wir auf der Suche nach der Wahrheit sind, dann ist Benedikt XVI ein ausgezeichneter Führer.
Wenn uns die Lüge, das Schweigen und das Unterlassen lieber sind, dann wird BEneikt XVI zu einem unannehmbaren Problem."

Samstag, 5. September 2015

"Zu gut und zu vage. Das Jubiläumsjahr unter der Lupe des Kanonikers"

Nicht nur Antonio Socci auch Sandro Magister - immer noch Vaticanist ohne Akkreditierung - befaßt sich in Settimo Cielo / L´Espresso mit dem von Papst Franziskus ausgerufenen außerordentlichen Jubiläumsjahr .
Hier geht´s zum Original :  klicken

"ZU GUT, ZU VAGE. DAS JUBILÄUM UNTER DER LUPE DES KANONIKERS"



"Der päpstliche Brief, in dem Franziskus anläßlich des kommenden Jubiläumsjahres Akte der Barmherzigkeit für zwei neuralgische Punkte - wie die Abtreibung und das Lefêbvrianische Schisma angekündigt hat, hat im ersten Moment ein Gefühl der Bewunderung für die Großzügigkeit dieser doppelten Geste ausgelöst, aber auch sehr schnell wegen der Formlosigkeit mit der der Papst seinen Willen ausgedrückt hat besorgte Reaktionen, eine Formlosigkeit, die nach Meinung von Experten des Kanonischen Rechtes zu einer gefährlichen Konfusion führen kann.Am 3. September, 2 Tage nach Veröffentlichung des Briefes hat im National Catholic Register, einem gewichtigen Organ der Multimediengruppe EWTN, Professor Benedict Nguyen , Spezialist für Kanonisches Recht und Zivilrecht, Berater der Diözese Corpus Christi in Texas und Dozent im Avila-Institut für Spirituelle Erziehung, diesen Bedenken seine Stimme verliehen.

"Papst Franziskus´ Jahr der Barmherzigkeit wirft kanonische Fragen auf"  klicken
Seine Analyse der kanonischen Zweideutigkeit des päpstlichen Briefes ist um die Welt gegangen, zusammen mit der Forderung, daß diese Zweideutigkeiten sofort geklärt werden, insbesondere, um die Entscheidungen des Papstes auf angemessene Weise in die Tat umsetzen zu können.
Hier der Gesamttext der Analyse Benedict Nguyens :

"Papst Franziskus´Jahr der Barmherzigkeit wirft kanonischer Fragen auf"

KommentarEs gibt einige kanonische Zweideutigkeiten im Brief des Hl. Vaters, die der Klärung bedürfen, damit seine Wünsche angemessen umgesetzt werden können.
Der Brief des Hl. Vaters vom 1. September an Erzbischof Rino Fisichella, den Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung, ruft die Gläubigen noch einmal dazu auf, über Gottes Göttliche Gnade - manifest geworden in seiner Kirche - nachzudenken, insbesondere während des kommenden Außerordentlichen Jubiläumsjahres der Barmherzigkeit.
Da ist viel Schönheit und Großmut in dem Brief, der zeigt, dass es Papst Franziskus - wie seinen Vorgängern ernst ist, zu helfen die Gnade Gottes für alle, besonders die an den Rändern, zu vergegenwärtigen.Alle täten gut daran, die Ablässe, die gewährt werden, sorgfältig zu lesen und eifrig daran zu arbeiten, sie den Gläubigen in den Diözesen, denen die die Schreine besuchen und denen, die krank oder gefangen sind bekannt zu machen.Nicht ausgelassen werden dürfen auch jene Zusagen, die denen, die spirituelle und körperliche Werke der Barmherzigkeit tun, gemacht wurden. In der Tat ist es ein Aufruf an alle, an diesen Werken mitzuwirken und zu helfen, die Gnade des Herrn auf so viele wie möglich auszudehnen.

Kleine Notiz in eigener Sache,

leider haben wir den kommenden Beitrag zum Thema Heiliges Jahr & Ablass versehentlich freigeschaltet, obwohl er noch mitten im Werden ist und bitten um etwas Geduld.....die, die sich diesem verbalenChaos ausgesetzt haben, bitten wir um Entschuldigung!

Die deutsch-schweizerische Schatten-Synode ist nicht ohne Folgen geblieben.

wie Sandro Magister in seinem blog www.chiesa feststellt.   klicken


"DIE SCHATTENSYNODE DER SCHWEIZER UND DEUTSCHEN HAT FOLGEN: ZWEI BÜCHER"

"Sie sagen, daß die wiederverheirateten Geschiedenen und die homosexuellen Paare nicht auf Gnade warten sondern auf die Anerkennung ihrer Lebensbedinungen. Eine kritische Antwort des Vikars der Diözese Chur"

www. chiesa hat im vorigen Artikel ("Erst waren es 5, jetzt sind es 17") den wachsenden Widerstand von vielen Kardinälen und Bischöfen gegen die radikalen Veränderungen der Katholischen Lehre und der Ehe-Pastoral, die in die Synoden-Diskussion eingebracht wurden, gezeigt,
Aber die Protagonisten der Veränderung sind auch sehr aktiv.

Während das geographische Epizentrum des Widerstandens vor allem in Afrika liegt, ist das der Innovatoren in Zentraleuropa, besonders in Deutschland, Frankreich und der Schweiz zu finden. 

Die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen dieser 3 Länder haben am vergangenen 25. Mai in der Päpstlichen Gregoriana-Universität eine Schattensynode organisiert, deren ehrgeizige Pläne im nachhinein in 3 Sprachen auf der website der DBK veröffentlicht wurden.

Unter den Bischöfen, die bei dieser Schattensynode geprochen haben, waren der Deutsche Reinhard Marx, der Franzose Georges Pontier und der Schweizer Jean-Marie Lovey.

Während unter den Theologen und Biblizisten Eberhard Schockenhoff, Thomas Söding, Francois Xavier Amherdt, Anne-Marie Pelletier, Francine Charoy, Eva-Maria Faber sowie die Jesuiten Bernd Hagenkord, Hans Zollner und Alain Thomasset waren.
Eine von ihnen, die Schweiterin Eva-Maria Faber, frühere Rektorin der Theologischen Fakultät von Chur und Professorin für Dogmatische Theologie hat jetzt in einem Mehr-Autorenbuch, das in diesem Sommer in der Schweiz publiziert wurde, die Gedanken der Schattensyynode zusammengefaßt.

"Familienvielfalt in der katholischen Kirche. Geschichten und Reflexionen ]"

Die deutsche Ausgabe des Buches wird vom Theologischen Verlag Zürich besorgt. Und seine Schöpfer und Herausgeber sind Hanspeter Schmitt, Professor für Ethische Theologie an der Theologischen Fakultät Chur und Arnd Büker, Direktor des Schweizer Institutes für Pastorale Soziologie in St. Gallen und Sekretär der Schweizer BK.
Bünker ist der führende Repräsentant der offiziellen Schweizer Kirche, Er war derjenige, der 2014 den Vorbereitungsbericht für die Schweizer Bischöfe  für die erste Synodensitzung schrieb.

Freitag, 4. September 2015

Antonio Socci: "Wo bleibt der Ablass des Jubiläumsjahres?"

Das fragt A. Socci in seinem "Lo Straniero"  und erteilt der jubelnden Bergoglio-Cheerleaderschar der MSM nebenbei noch eine bitter nötige Kirchengeschichtslektion.l
Hier geht´s zum Original:    klicken

                   "ABER WO IST DER ABLASS IN DIESEM JUBILÄUMSJAHR?"

"Anläßlich des bevorstehenden Jubliäumsjahres schrieb "Il Fatto Quotidiano" gestern : "Die neue Kirche. Bergolgio versucht noch einmal, die Strenge seiner Vorgänger vergessen zu lassen."

Die Strenge (Härte) seiner Vorgänger?
Um die Wahrheit zu sagen, ist das Jubliläumsjahr mit seinem universalen Ablass genau von diesen Vorgängern "erfunden" worden und wird seit Jahrhunderten in der Kirche gefeiert,  schon immer hat die Kirche die göttliche Barmherzigkeit vermittelt.

Die Manie der säkularen Medien Bergoglio Lobeshymnen als Gründer einer neuen Kirche zu singen, läßt sie die evidenten Tatsachen vergessen.

Man würde sagen, daß diese Sätze des "Fatto" sich darauf beziehen, daß der Papst für das Heilige Jahr allen Priestern die Möglichkeit der sakramentalen Vergebung der Sünde der Abtreibung zugesteht, ( die es auch schon so in den Diözesen gibt, wo von Bischöfen ermächtigte Priester sie ausüben)
Das ist also Schnee von gestern, mit dem hier Aufsehen erregt wird.
Und damit  sollen die Vorgänger vergessen gemacht werden?

DIE SCHULDIGEN
Betrachten wir diese Schuldigen unter seinen Vorgängern und am besten gleich den, den die säkulare Kultur für den Schlimmsten hält: jenen berüchtigten Papst des Syllabus, diesen Pius IX, über den sich Ströme von Gift ergossen haben.

Wir werden entdecken, dass Pius IX, für das Heilige Jahr 1875, weit über das hinausging, was Papst Bergoglio jetzt getan hat.
Er gewährte allen Beichtvätern nicht nur die Möglichkeit auch die Sünden  zu vergeben, für die die Bischöfe zuständig waren (wie die Sünde der Abtreibung) sondern auch diejenigen, die in die Verantwortung des Apostolischen Stuhls selbst fielen, einschließlich Zensur, kirchlicher Strafen und Exkommunikation.

Pater Z., Edward Pentin und die Synode

Pater John Z. bespricht auf seinem blog das gerade rechtzeitig- erschienene Buch von Edward Pentin
"The Rigging of a  Vatican Synod?" (Das Auftakeln einer Vaticanischen Synode, Untersuchung zur Manipulationen bei der Außerordentlichen Bischofssynod) und bleibt in einem Warnruf für die kommende Synode bei der Seemannssprache aus der Zeit der Großsegler. Allerdings mit einem kelinen Ausflug in die Welt der Kriminologie- wenn er den berühmten "rauchenden Revolver" zitiert.
Und wer würde sich bei Edward Pentin nicht an sein postsynodales Duell mit Kardinal Kasper erinnern und dessen "Africa-Gate?"
Hier nun geht´s zum Original:  klicken
    
"DAS RAUCHENDER-REVOLVER-BUCH ÜBER DIE CHAOTISCHE SYNODE DES LETZTEN JAHRES"

                Geben Sie nicht- GEBEN SIE NICHT... der Synoden-Müdigkeit nach!

"Wir brauchen gerade und genau jetzt alle Hände an Deck- vor dem Sturm- um die Luken dicht zu machen und die Segel zu reffen.

Meine Spione berichten mir, daß es bei der kommenden Synode kein glattes Segeln geben wird.  Die "andere Seite" hat ihre Ränke rechtzeitig geschmiedet. Meine Hoffnung ist, daß die "good guys" sich auch gegenseitig konsultieren, bevor die Synode beginnt.native katholische Medien als Nachrichtenquelle nutzen...man kann darauf wetten, daß die liberalen Katholiken sowohl ihre eigenen Verlautbarungen als auch die MSM auf ihrer Seite haben werden.

Was noch? Sie können fasten und beten.
Nachdem das gesagt ist: das neue Buch meines Freundes Edward Pentin wurde jetzt bei Ignatius-Press ( gesegnet seien sie dafür den guten Kampf zu kämpfen) veröffentlicht. 
Das Buch ist nicht ungenau. Beachten Sie besonders den Teil, wie der Generalsekretär der Synode Kardinal Baldisseri das 5-Kardinäle-Buch "In der Wahrhreit Christi bleiben" kaperte, das durch die italienische Post an die Postfächer der Synodenmitglieder geschickt worden war.
Das sind Methoden des Kalten Krieges.

Donnerstag, 3. September 2015

Heute vor 50 Jahren....

hat der selige Papst Paul VI die Enzyklika "Mysterium Fidei" promulgiert.
Hier der deutsche Text :  klicken

Sie beginnt so:                                            
                                                 " ENZYKLIKA SEINER HEILIGKEIT
PAUL PP. VI.
MYSTERIUM FIDEI
ÜBER DIE LEHRE UND DEN
KULT DER HEILIGEN EUCHARISTIE

An die Ehrwürdigen Brüder, die Patriarchen, die Erzbischöfe,
Bischöfe und die übrigen Ortsordinarien, die mit dem Apostolischen Stuhl
in Frieden und Gemeinschaft leben,
an den Klerus und die Christgläubigen des ganzen katholischen Erdkreises.
EHRWÜRDIGE BRÜDER, LIEBE SÖHNE UND TÖCHTER!
GRUSS UND APOSTOLISCHEN SEGEN!
1. Das Geheimnis des Glaubens, nämlich das unermeßliche Geschenk der Eucharistie, das die katholische Kirche von ihrem Bräutigam Christus als Unterpfand seiner grenzenlosen Liebe empfangen hat, hat sie gleichsam als ihren kostbarsten Schatz stets treu bewahrt und ihm im 2. Vatikanischen Konzil eine neue und sehr feierliche Bezeugung des Glaubens und der Verehrung erwiesen.
2. Bei der Erneuerung der Liturgie hielten die Konzilsväter in ihrer pastoralen Sorge für das Wohl der Gesamtkirche nichts für wichtiger, als die Gläubigen zu ermahnen, daß sie mit unversehrtem Glauben und größter Frömmigkeit tätig an der Feier dieses hochheiligen Geheimnisses teilnehmen und dieses gemeinsam mit dem Priester Gott als Opfer für das eigene und das Heil der ganzen Welt darbringen und sich von ihm wie von einer geistigen Speise nähren.
3. Wenn die heilige Liturgie im Leben der Kirche den ersten Platz einnimmt, so ist das eucharistische Mysterium gleichsam das Herz und der Mittelpunkt der Liturgie, weil es der Lebensquell ist, durch den gereinigt und gestärkt wir nicht mehr für uns, sondern für Gott leben und untereinander geeint sind durch die engsten Bande der Liebe.,......"

"Balsam für die Wunden, eine Antwort auf die Verletzungen durch Abtreibung und Scheidung"

Die Themen Scheidung und Abtreibung und die aus ihnen resultierenden Verwundungen sind nicht neu. Das Päpstliche Johannes Paul II Institut für Studien über Ehe und Familie" hat im April 2008 unter dem Motto: "Balsam für die Wunden, Eine Antwort auf die Verletzungen durch Abtreibung und Ehe "einen Kongress dazu veranstaltet und Papst Benedikt XVI hat dort ein Rede gehalten. 
Hier geht´s zum deutschen Gesamttext der Rede:  klicken
Es war sicher kein Zufall oder bloße Vergesslichkeit, daß die Männer um Kardinal Kasper hier keine Anregungen für die von ihnen vorbereiteten Synoden-Thesen gefunden haben, und statt dessen so taten, als habe sich die Kirche noch nie damit befaßt und als habe es kein Lehramt des Hl. Johannes Pauls II und Benedikts XVI gegeben.


Die Rede Papst Benedikts begann so -und hat auch heute nichts an Aktualität eingebüßt oder an Barmherzigkeit...auch wenn der ein oder andere Synodenteilnehmer versucht hat, das zu suggerieren.

Meine Herren Kardinäle,
verehrte Brüder im Bischofs- und im Priesteramt,
liebe Brüder und Schwestern!


"....Mit großer Freude begegne ich euch anläßlich des Internationalen Kongresses »›Balsam für die Wunden‹. Eine Antwort auf die Verletzungen durch Abtreibung und Scheidung«, der vom Päpstlichen Institut »Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie« in Zusammenarbeit mit den »Knights of Columbus« ausgerichtet wurde. Ich beglückwünsche euch zu der äußerst aktuellen und komplexen Thematik, die Gegenstand eurer Reflexion in diesen Tagen ist, und besonders zur Bezugnahme auf das Beispiel vom barmherzigen Samariter (Lk 10,25–37), das ihr als Grundlage gewählt habt, um euch den Verletzungen der Abtreibung und der Scheidung, die so viel Leid im Leben der Personen, der Familien und der Gesellschaft mit sich bringen, zu nähern. Ja, die Männer und Frauen unserer Tage liegen wirklich manchmal mittellos und verletzt am Rande der Straßen, auf denen wir gehen, oftmals ohne daß jemand ihren Hilferuf hört und sich ihnen nähert, um ihr Leid zu lindern und zu heilen. In der oft rein ideologisch geführten Debatte entsteht ihnen gegenüber eine Art Verschwörung des Stillschweigens. Nur in der Haltung der barmherzigen Liebe kann man sich nähern, um den Opfern Hilfe zu bringen, damit sie wieder aufstehen und den Lebensweg wieder aufnehmen können.

In einem kulturellen Umfeld, das von wachsendem Individualismus, von Hedonismus und allzu oft auch von Mangel an Solidarität und angemessener sozialer Unterstützung geprägt ist, neigt die menschliche Freiheit in ihrer Schwäche angesichts der Schwierigkeiten des Lebens zu Entscheidungen, die im Gegensatz stehen zur Unauflöslichkeit des Ehebundes oder zur gebotenen Achtung vor dem gerade erst empfangenen und noch im mütterlichen Schoß geborgenen menschlichen Leben. " .......

Von Voltaire bis Don Bosco. Die Waldenser und das Vergeben.....


Rino  Camilleri beschäftigt sich bei La Nuova Bussola Quotidiana aus gegebenen- päpstlichen Anlass . noch einmal mit den Waldensern. Hier geht´s zum Original:  klicken

"VON VOLTAIRE ZU DON BOSCO. DIE GANZE WAHRHEIT ÜBER DIE WALDENSER"
Der Besuch von Papst Franziskus bei den Waldensern von Turin und die Bitte um Vergebung für das seit Hunderten von Jahren durch Katholiken erlittene Unrecht hat zu einigen Polemiken geführt, weil der Führer der Waldenser höflich zu verstehen gab, daß er sich nicht autorisiert fühle, im Namen ihrer frühen Vorfahren zu verzeihen.
Jemand im Vatican hat sich aufgeregt, irgendein Exponent der Waldenser hat versucht, das gerdae zu rücken und nach wenigen Tagen war der Fall abgeschlossen.
Aber wenn ein Papst für historische Schuld  um Vergebung bittet-in seiner Funktion als Oberhirte der Katholiken  und die Sache dann für die Führungsspitzen beendet ist, gehen die Streitigkeitn unter den einfachen Leuten noch für eine gute Weile weiter.
Daher die Aufforderung einiger (meiner) Leser, ihnen die Meinungen zu erklären, weil sie in endlose Diskussionen mit den Verleumdern der Kirche verwickelt si

Hier ist nicht genug Platz, um als Chronist die 1000-jährige Beziehung zwischen der Kirche und den Waldensern aufzuarbeiten, aber was man sofort sagen kann, ist, daß  der erste, der die schlechte Behandlung beklagte, Voltaire war. Vorher hatte sich noch niemand darüber gegrämt.
Das bedeutet daß diese religiöse Minorität einen der zahlreichen Nebenflüsse des Kampfes gegen die mittelalterlichen Katharer war, und dann der Religionskriege, die dem lutherischen Schisma entsprangen.

Die Katharer sind seit einiger Zeit verschwunden und es gibt keine katharischen Historiker, um die Sache aufrecht zu erhalten.
Nicht so bei den Waldensern: deren Gedächtnis ( wie das der Protestanten, Anglikaner, und Orthodoxen) ist notgedrungen eine Erzählung gegen die Realität jener Zeit, in der sie sich distanzierten.
Und das ist der Grund dafür, daß die übergroße Mehrheit der Bücher über die Waldenser von Waldensern oder Intellektuellen wie Voltaire geschrieben wurde.
Deshalb bleibt bei vielen, wenn nicht in allen, der Eindruck bestehen, daß es sich um eine einzige, immer wiederkehrende Geschichte der Armen handele, die nur anders beten wollten, aber die Kirche- immer unterdrückend und totalitär- habe nicht gezögert, auf jede erdenkliche Abscheulichkeit zurückzugreifen,  um das zu verhindern.
Die Dinge allerdings liegen auch hier etwas anders.


Mittwoch, 2. September 2015

Sandro Magister zum Welttag "Laudato si´"

Oder die Gnosis des 21. Jahrhunderrts und ihre nützlichen Idioten.
Sandro Magister im blog Settimo Cielo, L´Espresso, über die Kritik Ettore Gotti Tedeschis an der augenblickliche Politik in Europa, seine Sorgen um die Kirche und ein Interview dazu.
Hier geht´s zum Original:  klicken

"WELTTAG VON LAUDATO SI´. ABER ES GIBT AUCH JEMANDEN, DER WIDERSPRICHT"
"Am Vorabend des von Papst Franziskus für den 1. September ausgerufenen Weltgebetstages für den Umweltschutz hat der Vatican das Libretto der Liturgie des Wortgottesdienstes veröffentlicht, der am Nachmittag auf dem Petersplatz gefeiert wird. 
Das Schema entspricht dem des ersten Teile der Messe, mit Introitus, den drei Lesungen, dem Antwortpsalm und dem Halleluja.
Aber mit einer Ausnahme. Während die erste und die dritte  Lesung dem Alten Testament und dem Evangelium entnommen sind, wird bei der zweiten Lesung anstelle eines Paulusbriefes aus Franziskus´ Enzyklika "Laudato si´" gelesen.
3 Monate nach ihrer Veröffentlichung ist "Laudato si´ " nun das meistzitierte und mit den meisten Elogen bedachte Dokument des Pontifikates.
Aber auch da gibt es einige Ausnahmen, gibt es einige kritische Kommentare.

Eine dieser Ausnahmen stammt vom Ex-Präsidenten der IOR, Ettore Gotti Tedeschi, in einem Interview von Ende August mit Formiche.net,

"Die Kirche zwischen Immigration und Europa. Die Version von Ettore Tedeschi"! 



Hier die Hauptpassagen des Interviews. Gotti Tedeschi ist Ökonom und Bänker, aber seine Kritik -ist -wie man sehen wird.- nicht wirtschaftlicher Art, sondern zuerst theologischer und moralischer.

Frage:
"Viele Beobachter haben bezüglich des Immigrationsproblems die beunruhigende Unfähigkeit Entscheidungen ascuf europäischer Ebene zu treffen kritisiert. Was sind Ihrer Meinung nach die Ursachen für diese Untätigkeit?"

Tedeschi:
"Seit mehr als 25 Jahren studieren sie das demographische Problem und seine wirtschaftlichen Folgen, ich frage mich, was diejenigen denken, die die Entscheidnugnen der europäischen Regierungen bestimmen."

Dienstag, 1. September 2015

Ettore Gotti Tedeschi: der 3 Weltkrieg hat schon begonnen- gegen die Kirche

Ettore Gotti Tedeschi schreibt heute in La Nuova Bussola Quotidiana einen lesenswerten Beitrag zur aktuellen Weltlage und der Aufgabe der Katholischen Kirche in der Krise. Hier geht´s zum Original: klicken

"DER DRITTE WELTKRIEG IST SCHON AUSGEBROCHEN : GEGEN DIE KIRCHE"

"In letzter Zeit sind alle- die katholische Welt eingeschlossen- ängstlich damit beschäftigt, einen angenommenen, vorhersehbaren Dritten Weltkrieg zu vermeiden, ausgelöst durch religiöse Fundamentalismen, Nationalismus, Rassismus und verschiedenen Diskriminierungen, die sich durch die beschleunigte Globalisierung und den internationalen Terrorismus dramatisch zugespitzt haben.

                                   

Um ihn zu vermeiden ( anstatt Strategien zu entwickeln, diesen Problemen zu begegnen und sie zu lösen) scheint man sich geeinigt zu haben, als ersten Grund für diese Gefahr zu betrachten, was die Gnosis immer schon vernichten wollte: den christlichen Glauben.

Im Hinblick auf die Katholische Kirche hat man sich zuerst zweier Themen angenommen: der Relativierung der Menschenwürde und der religiösen Dogmen.
Danach hat man nach und nach versucht, die Kirche zu überzeugen, einen entsprechenden Ökumenismus für eine bereits multikulturelle und multireligiöse Welt zu fördern und zu denken, daß die Wahrheit durch den Dialog geboren wird.
Dann scheint man versucht zu haben, die Kirche zu überzeugen, die Unfehlbarkeit des individuellen Gewissens anzuerkennen und die moralische Autorität zu redimensionieren.
So wie man sich entschieden hat, glauben zu machen, daß die moralische Misere Folge der wirtschaftlichen Misere sei.
Die Kirche wird angeregt, sich von ihren Reichtümern zu trennen und sie zu verteilen und den Prozess der Evangelisierung zu unterbrechen.
Das wird rational damit erklärt, daß die Evangelisierung im Gegensatz zur multireligiösen und multikulturellen historischen Wirklichkeit steht, aber auch den Nächsten seiner Freiheit beraubt und die Kultur anderer Völker schädigt.

Benedikt XVI Zeuge für Johannes Paul I

Marco Mancini berichet auf ACI Stampa über den Seligsprechungsprozess für Papst Johannes Paul I
und den Zeugen. Hier geht´s zum Original:    Klicken

 "JOHANNES PAUL I UND DER ZEUGE BENEDIKT XVI"

" Vor einigen Tagen -anläßlich des 37. Jahrestages der Wahl Johannes Pauls I, zelebrierte  der Bischof von Belluno, Msgr. Giuseppe Andrich eine Messe in Canale d´Agordo, dem Geburtsort Albino Lucianis- und gab bekannt, daß der Positio für den Seligsprechungsprozess Johannes Pauls I  ein schrifltiches Zeugnis hinzugefügt werden konnte, das einer seiner Nachfolger geschrieben hat: der emeritierte Papst Benedikt XVI. 

Es ist das erste mal in der Geschichte, daß ein Papst- und sei er auch emeritiert- im Seligsprechungsprozess eines seiner Vorgänger Zeugnis ablegt.
Ein Papst tritt de facto nicht als Zeuge auf, weil er das letzte und endgültige Urteil in dieser Prozedur spricht.
Trotzdem hat Benedikt, besonders weil er emeritiert ist- seine Erinnerung an den Papst des Lächelns anbieten können, mit dem zusammen er die Sedisvakanz  und das Konklave von 1978 erlebte, als Kardinal Luciani Patriarch von Venedig war und Kardinal Ratzinger Erzbischof von München und Freising,

Mehrmals hat Benedikt XVI während seines Pontifikates an seinen Vorgänger erinnert.
Während des Angelus am 29. 8. 2008 erinnert der Papa em. daran, daß das Motto im Bischofswappen von Albino Luciani aus einem einzigen Wort bestand:  "Humilitas" ein einziges Wort, das das Essentielle des christlichen Lebens zusammenfaßt und das die unverzichtbare Tugend für den bezeichnet, der in der Kirche für ein autoritäres Amt bestimmt ist,
Dank dieser Tugend genügten 33 Tage, damit Papa Luciani in die Herzen der Menschen gelangen konnte.
In seinen Reden benutzte er Beispiele aus dem konkreten Leben, aus seinen Familienerinnerungen und Volksweisheiten.
Seine Einfachheit war Transportmittel für eine solide und reiche Lehre, die er- Dank der Gabe eines außergewöhnlich guten Gedächtnisses und einer großen Kultur- durch zahlreiche Zitate kirchlicher und profaner Schriftsteller bereicherte.
So war er ein unvergleichlicher Katechet, auf den Spuren Pius X, seines Landsmannes und Vorgängers- zuerst auf der Cathedra des Hl. Markus und dann der des Hl. Petrus.

Benedikt XVI dankte Gott "ihn der Kirche und der Welt gegeben zu haben, machen wir einen Schatz aus seinem Beispiel, indem wir uns bemühen, diese Demut zu pflegen, die ihn fähig machte, mit allen zu sprechen, besonders mit den Kleinen und den sogenannten "weit Entfernten".

Anläßlich der Vorführung des Papa Luciani gewidmeten Filmes lenkte Benedikt XVI die Aufmerksamkeit auf die liebe und sanfte Gestalt eines im Glauben starken Pontifex, prinzipienfest- aber immer bereit zu einem Lächeln und immer empfangsbereit.Treu der Tradition und offen für Erneuerungen.
In seinen pastoralen Aktivitäten war er unermüdlich, und stimulierte Klerus und Laien-auf den verschiedenen Gebieten ihrem Apostolat zu folgen, dem einen gemeinsamen Ideal der Heiligkeit.
"Ein Meister  der Wahrheit und ein passionierter Katechet"- endete Papa Benedetto-"erinnerte er alle Gläubigen mit der ihm eigenen faszinierender Einfachheit an das Engagement und die Freude der Evangelisierung und unterstrich die Schönheit der christlichen Liebe, der einzigen Kraft, die fähig ist, die Gewalt zu besiegen und eine brüderlichere Menschheit aufzubauen," 

Quelle: ACI Stampa, Marco Mancini