Sonntag, 16. Dezember 2018

Magister: Wie funktioniert das China-Vatican-Abkommen?

Sandro Magister analysiert und kommentiert bei Settimo Cielo die Auswirkungen des im September unterzeichneten, im Wortlaut bisher geheim gehaltenen Vatican-China-Abkommens - besonders auf die Chinesische Untergrundkirche, die sich vom Vatican verlassen fühlen darf.
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"DAS CHINA-VATICAN-ABKOMMEN IST GEHEIM. NUR IN DER AKTUELLEN FORMULIERUNG. WIE ES FUNKTIONIERT."

Über das am 22. September unterzeichnete Abkommen zwischen dem Vatican du China ist nur gesagt worden, daß es die Ernennung von Bischöfen betrifft. Seine Inhalte wurden geheim gehalten.
Aber seither sind so viele Dinge passiert, daß nur allzu klar geworden ist, wie es funktioniert.

Kardinal Zen Ze-Kium, 88, ist extra von Hong-Kong nach Rom gereist, um Papst Franziskus persönlich einen leidenschaftlichen 7-seitigen Appell zur dramatischen Lage zu überreichen, in die die "Untergrund"-oder "Geheim"Kirche in China nach der Übereinkunft geraten ist.

Während für den anderen Teil der Chinesischen Kirche- die offizielle, von den Autoritäten in Peking anerkannte Seite alles den Weg des Regimes zu gehen scheint.

Die letzten 7 Bischöfe, die gegen den Willen Roms installiert wurden sind auch vom Papsrt anerkannt worden, der sie von der im Augenblick ihrer illegitimen Weihe in Kraft getretenen Exkommunikation befreit hat- ohne daß es ihrerseits irgendeine öffentliche Bitte um Vergebung gegeben hätte und trotz der Tatsache, daß zwei von ihnen Geliebte und Kinder haben.
Papst Franziskus ist sogar soweit eingeknickt, daß er die Eskommunizierung eines achten, im Januar 2017 verstorbenen Bischofs aufgehoben hat, der allein von der Regierung ernannt worden war, den Peking um jeden Preis rehablitiert sehen wollte.

Außerdem mußte der Papst die Entsendung keines anderen als der zuvor formal exkommunizierten B Bischofs, Guo Jincai, als Delegierter der Chinesischen Kirche zur Weltsynode im Oktober schlucken.
Die Ankündigung, daß er entsandt werden würde, wurde zuerst von der Chinesischen Regierung gemacht und erst hinterher hat der Papst ihn auf seine Gästeliste gesetzt.

Guo Jincai ist für das Regime seit Jahren der  perfekte Mann. Er ist Mitglied der Chinesischen Volksversammlung, des Chinesischen Parlaments, vom Zentralkomitee der Kommunistischen Partei ernannt, und er ist Generalsekretär und Vizepräsident des Chinesischen Bischofsratesm, der Pseudo-Bischofskonferenz, die bis vor kurzem von Rom nie anerkannt wurde und die nur aus offiziell von der Regierung besteht und die gemäß des Abkommens dafür verantwortlich sein wird, den Papst mit den Namen aller zukünftigen Bischöfe zu versorgen, die vorher in demokratischer Wahl von den Repräsentanten der entsprechenden Diözesen gewählt werden und die alle von der Kommunistischen Partei vorgeschlagen und ausgebildet wurden.

Nach den Nachrichten vom China-Abkommen sagte Franziskus auf den Druck von Journalisten hin, daß der Papst m jedem Fall das letzte Wort haben will.

Aber nach dem, was bisher passiert ist ,stellt sich heraus, daß die, die das sprechen immer nur und ausschließlich die Chinesischen Autoritäten waren, während der Papst sich darauf beschränkte, jedesmal "Ja" zu sagen. Vielleicht sogar den Wünschen der anderen Seite zuvorzukommen , wie des mit der Errichtung der neuen Diözese von Chengde durch den Hl. Stuhl geschah, die am Tag der Unterschrift unter das Abkommen, bekannt gegeben wurde und ohne, daß irgendeine Erklärung dafür gegeben wurde.

Der Grund dafür wurde kurz darauf klar- mit der Übergabe dieser neuen Diözese an keinen andern als an Guo Jincai , den Entsandten des Regimes zur Synode. Die Grenzen dieser und er 96 anderen Diözesen wurden von Jahren von den Chinesischen Autoritäten in einseitiger Initiative festgelegt- durch eine  Neukartierung der Grenzen der Provinzen und die "Verfütterung" der 137 Diözesen der Vatican-Karte an den Schredder.
Der Hl. Suhl hat das nie akzeptiert. Aber jetzt hat Papst Franziskus den ersten Schritt gemacht,
Das Ergebnis wird die Reduzierung der Zahl der Diözesen sein- mit dem schrittweisen Ausschluss der grob geschätzten 30 Untergrundbischöfe.
Auf die wurde nach Unterzeichnung des Abkommens der Druck sogar noch größer.

Einige von ihnen haben schon aufgegeben, wie der Bischof von Lanzhou, Han Zhuhai, dessen Akt der Unterwerfung zufällig mit seiner Beförderung zum Präsidenten der Örtlichen Patriotischen Chinesischen Vereinigung zusammen fiel, dem historischen Kontrollinstrument des Regimes über die Kirche, das bis vor kurzem vom Hl.Stuhl immer als mit der Katholischen Lehre unvereinbar beurteilt wurde, dem aber alle offiziellen Bischöfe zustimmen sollen.

Während andere widerspenstig bleiben, wie der Bischof von Wenzou, Shao Zhumin, der Mitte November von der Polizei verhaftet wurde, wegen "einer weiteren nutzlosen Indoktrinationsrunde  an einem unbekannten Ort". Das ist das fünfte mal in den letzten zwei Jahren, daß er von den Chinesischen Machthabern verhaftet wurde, sodaß sogar die Deutsche Botschaft im Juni 2017 offiziell zu seiner Verteidigung protestiert hat.

Dieser Kirche des Widerstands hat Kardinal Zen mit seinem Appell an Franziskus eine Stimme gegeben, so daß dieser sich von Rom nicht verlassen fühlen muß. "

Quelle: Settimo Cielo, S. Magister 


Freitag, 14. Dezember 2018

Fundstück

Paul Badde antwortet bei CNA auf die unsägliche aber klare Ansage des neu ernannten Bischofs von Hildesheim, daß der Mißbrauch in der DNA der Kirche verankert sei und diese nicht länger heilig. Als kleines Schmankerl setzte Wilmer noch hinzu, daß Eugen Drewermann ein Großer und ein verkannter Prophet sei....das läßt den staunenden Beobachter denken, daß wenn man durch sonst nichts glänzen kann, man am besten einen Eklat auslöst, Skandalöses, Kontroverses äußert und sich so die Aufmerksamkeit sichert.
Paul Badde will das Behauptete so nicht stehen lassen.
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Unter dem Titel:

"Einspruch, Herr Bischof, im Namen der Mutter!"

beginnt Paul Badde so: 
"Heiner Wilmer, der vielversprechende neue Bischof von Hildesheim, hat der Mutter Kirche nun - im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" - bescheinigt, dass der Machtmissbrauch, wie er in den Missbrauchsfällen Minderjähriger zu Tage getreten sei, leider in ihrer DNA stecke, also in ihrer Desoxyribonukleinsäure, die all ihre Erbinformationen gespeichert hält. Das Böse in der DNA der Kirche!
Ja, sagt der Bischof. Deshalb dürfe sie  auch nicht mehr länger als heilig verstanden werden. Aber das  Böse in der DNA der "una sancta catholica et apostolica ecclesia", wie wir die Kirche seit dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 verstehen, würde auch bedeuten, dass das Saatgut schlecht war. Demzufolge müsste also schon das Blut unseres Erlösers mit dem Bösen contaminiert gewesen sein, der die Kirche mit seinem Kreuzestod zur Vergebung der Sünden in die Menschheit eingepflanzt hat.
Das ist neu aus dem Mund eines Bischofs. (…)
Die Sache mit der DNA hingegen dürfen wir nicht stehen lassen, allein schon um der Muttergottes willen nicht, die an Weihnachten mit ihrem einzig geborenen, eingeborenen niederkam, dessen DNA wir den Worten des neuen Bischofs zufolge ja auch noch einmal ganz neu und kritischer begutachten müssten.  (….)

Quelle: CNA, P. Badde 

Sandro Magister in memoriam Robert Spaemann

Magister würdigt bei Settimo Cielo den Beitrag Robert Spaemanns zum zeitgenössischen Denken in der Kirche und seine Beurteilung der aktuellen Kirchenkrsie.
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"ROBERT SPAEMANN, DER LETZTE GROSSE KATHOLIASCHE PHILOSOPH"

"Er war der Philosoph, der Benedikt XVI, seinem Freund und Kollegen am nächsten stand. Er ist am 10. Dezember im Licht der Adventszeit im Alter von 91 Jahren gestorben.

Einige Zeilen weiter folgt ein Profil, das von einem seiner treuesten Schüler. Sergio Belardinelli, Professor für Soziologie der Kulturellen Entwicklung an der Universität Bologna und gelelehrter Koordinator des "Kulturprojekts" der Italienischen Bischofskonferenz in den Jahren der Präsidentschaft von Kardinal Camillo Ruini, skizziert wurde.

- Aber man muß festhalten, daß Spaemann sowohl Philosoph als auch Kirchenmann war, ein Katholik durch und durch, sehr streng mit den Tendenzen des aktuellen Pontifikates, besonders nach der Veröffentlichung von "Amoris Laetitia".

Sein letztes öffentliches Statement ragt aus seinen Urteilen über den derzeitigen Zustand der Kirche heraus.
"Papst Franziskus liebt die unzweideutige Klarheit nicht. Seine Antwort ist so mehrdeutig, daß jeder sie nach Gutdünken interpretieren kann und interpretiert. Er will nur Vorschläge machen.
"Aber Vorschlägen zu widersprechen, ist nicht verboten. Und meiner Meinung nach, sollte man ihnen energisch widersprechen."

"Papst Franziskus liebt es, jene, die seiner Politik kritisch gegenüberstehen, mit denen zu vergleichen, die auf dem Stuhl des Mose sitzen. Aber auf diese Weise kommt der Schuss zurück zu denen, die ihn abgefeuert haben. Das waren die Schreiber, die die Scheidung verteidigen und die Regeln darüber weitergeben. Die Jünger Jesu dagegen, waren über das strikte Verbot der Scheidung seitens des Meisters verstört."

"In der Kirche- von den Bischofskonferenzen bis zur letzten Pfarrei im Dschungel nehmen Unsicherheit, Ungewissheit und Verwirrung zu."


Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes über die Rolle von Ironie und Satire in der Katholischen Kirche und ihrer Mission. Er hält sie- wie die .hauptsächlich anglikanischen- Zeugen, die er benennt, für unerläßlich.
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"DAS ANGLIKANISCHE ERBE,  DER SEL. JOHN HENRY NEWMAN UND DAS ARGUMENTUM AD HOMINEM" 
Der Selige...wahrscheinlich bald Heilige...John Henry Newman, Patron unseres Englischen Ordinariates hat eine Beobachtung gemacht, die mir für das Ziel unseres Ordinariates von Bedeutung zu sein. Er lobte des Sel. Pius IX für die Wiederherstellung der Hierarchie 1850.
Aber ich denke, daß sie besonders für uns selbst zutreffen: "indem er uns eine eigene Kirche gibt, hat er den Weg bereitet für unsere Denkweise, unsere Art zu argumentieren, unseren eigenen Geschmack und unsere eigenen Tugenden, die so einen Platz und damit eine Heiligung in der Katholischen Kirche finden.
In seiner Besprechung von Ian Kers Biographie Newmans, nennt der absolute Meister der modernen anglikanischen Literatur, Henry Chadwick, Newman "den obersten Meister der Ironie und Satire unserer Literatur, wie es je einen gab". Es ist die große Gabe von Ironie und Satire, die Newman zuerst als Anglikaner entwickelte und dann in der Katholischen Kirche zur vollen Blüte gelangte, über die ich heute nachdenken möchte.
Die Fähigkeit Göttliches in der Form von Ironie und Satire zu tun, war keine Erfindung Newmans....man muß nur an den bewundernswerten Dean Swift denken....aber ich glaube, daß Newman sie sowohl formalisiert als auch in einer Form formuliert hat, die seitdem gute Dienste geleistet hat.
Sie ist vorrangig unter den Denkgewohnheiten, Denkweisen und Geschmäckern, die wir im Ordinariat in die volle Gemeinschaft mit Sankt Peter eingebracht haben.  Sie ist ein Teil von uns; wir
nicht (nur) eine exzentrische Gruppe, der in seiner Güte der Hl.Stuhl eine ungewöhnliche Form des Römischen Ritus zugestanden hat
Wir haben eine Kultur, die uns niemand nehmen soll.
Uns auf eine Gemeinschaft zu reduzieren, die einfach eine bestimmte Liturgie ohne ihre damit verbundene Kultur hat, ist dieser Uniatismus, den die Orientalen zu Recht so wenig mögen und von den Katholischen Ökumenikern abgelehnt wird, die wissen wovon sie sprechen.

Der Sel. John Henry hat über seine kontroversen Gewohnheiten als junge Persönlichkeit geschrieben: "Ich war nicht unwillig einen Widersacher Schritt für Schritt an die Schwelle einer gewissen intellektuellen Absurdität zu ziehen und ihn dann sich selbst zu überlassen und zu sehen, ob er alein zurück findet...Ich benutzte Ironie in Unterhaltungen, wenn Tatsachen-Menschen nicht sehen konnte, was ich meinte."
Er beschreibt hier die ad-hominem-Argumentationsart im Streit, die von Locke als "einen Mann mit den Konsequenzen seiner eigenen Behauptungen oder Zugeständnisse zu drängen". Das war die Methode, die Origenes verwandte (nach dem Hl. Gregorius Thaumaturgus)

Sie (die Methode) wurde von einem anderen großen anglikanischen Ironiker und Satiriker, dem Anglo-Papistischen Benediktiner Dom Gregory  Dix in den 1930-er Jahren zur Vollendung gebracht.  Haben Sie gerade herausgefunden....Hurra!..., daß die frühen Päpste keine Jurisdiktion im modernen Sinn ausübten?
Dix wird Ihnen nicht widersprechen …. nicht so etwas Grobes. Er wird Ihnen zustimmen und dann seine Falle spannen: auch die Bischöfe taten das zu der Zeit nicht. Wenn Sie für die bischöfliche Jurisdiktion stimmen wollen, werden Sie die päpstliche nicht vermeiden können. Wenn Sie diese leugnen, haben Sie den bischöflichen Ast , auf dem Sie sitzen, absägen. Gestehen Sie-  trottelig und widerstrebend zu, daß das I. Vaticanische Konzil den päpstlichen Primat in Worten des modernen kanonischen Rechts definiert hat, das es zur Zeit der Neuen Testaments nicht gab?
Dom Gregory wird Ihnen den Kopf tätscheln ...und dann fragen, wie Sie mit der Tatsache zurecht kommen, daß Nicäa die Natur Christi mit Worten der Griechischen Metaphysik definiert hat... für die es zu Zeiten des Schreiber des Neuen Testaments ebenfalls keinen Platz gab.

Dann war da- natürlich- Ronald Knox--der das Argument erforschte, daß Satire im Göttlichen Plan der Grund ist, warum uns Humor gegeben wurde: damit dem Pompösen die Luft herausgelassen werden konnte.

Hat es je eine Zeit gegeben, in der Satire in der Ecclesia Militans dringender benötigt wurde? "






Donnerstag, 13. Dezember 2018

Kardinal Müller: "Es kann für Priester und Laien eine Pflicht zum Ungehorsam geben"!

Marco Tosatti gibt heute bei Stilum Curiae Ausschnitte aus einem weiteren Interview, wieder, das Kardinal G.Müller Maike Hickson für LifeSiteNews gegeben hat
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"MÜLLER : EIN PRIESTER DARF DEM BISCHOF, DER ETWAS ANORDNET, DAS DEM EVANGELIUM WIDERSPRICHT, NICHT GEHORCHEN. KOMMUNION FÜR NICHTKATHOLIKEN." 

Kardinal Gerhard Müller- früherer Präfekt der Glaubenskongregation hat in den vergangenen Tagen LifeSiteNews ein wichtiges Interview gegeben und darüber hat in Italien heute La Nuova Bussola Quotidiana berichtet. Es scheint uns interessant, es noch einmal zu veröffentlichen und zu unterstreichen, weil es in einem Augenblick extremer Konfusion in der Kirche ein Element der Klarheit darstellt.

Der Purpurträger bezieht sich vor allem auf die überstrapazierte Frage der Kommunion für nichtkatholische Ehepartner von Katholiken; ein Problem, das nach Rom kam und von Rom gelöst zu sein schien, es aber vielleicht nicht war und nicht ist, weil ein guter Teil der deutschen Prälaten darauf drängen, allen und jedem die Eucharistie geben zu können.

Wir empfehlen Ihnen die Lektüre bei LifeSiteNews oder La Nuova Bussola Quotidiana, wenn sie die ganze Erklärung Müllers kennen lernen wollen. Aber er erscheint uns nützlich, einige Sätze wiederzugeben.

Über die Kommunion für Nicht-Katholiken:
"Die Bischöfe würden ihre Autorität zu unterminieren, sollten sie Gehorsam bei der Verletztung des natürlichen Moralgesetzes und der falschen Lehre in doktrinalen und moralischen Fragen verlangen.
Offensichtlich verlangte der frühere Erzbischof von Washington, McCarrick, von Seminaristen und Priestern unmoralische Handlungen  indem er seine Macht mißbrauchte, um Personen zu bestrafen oder zu belohnen. Das ist nur eine Facette des Mißbrauchsskandals. Da ist auch eine grundlegende Unfähigkeit mit dem umzugehen, so wie man seine Quelle im Niedergang der Sexualmoral nicht sehen will und man sich weigert, diesen Sumpf trocken zu legen."


Sandro Magister über den Kampf der Orthodoxen Kirchen

Sandro Magister kommentiert bei Settimo  Cielo den Stand der Dinge im Streit der Orthodoxen Patriarchate und Kirchen.
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"KRIEG DER RELIGION. WEIL IN DER UKRAINE DIE GRIECHISCHEN KATHOLIKEN AM ÖKUMENISCHSTEN SIND" 

Im Kieg, der in der Orthodoxen Welt zwischen den Patriarchaten  von Konstantinopel und Moskau  stattfindet, ersteres für und letzteren gegen die Schaffung einer unabhägnige und vereinten Ukrainisch-Orthodoxen Kirche- gibt es ein drittes Rad, das der Grieschisch Katholischen Kirche der Ukraine mit ihren 4 Millionen Gläubigen.

Auf welche Seite diese sich im Konflikt stellt, ist kein Geheimnis. Die Konstantinopels. Wie ihr oberster Erzbischof, Svjatoslav Shevchuk wiederholt erklärt hat, zuletzt im Oktober in einem ausführlichen Interview mit John Allen und Inés San Martin für die amerikanische Website "Crux".
"Ukrainischer Prälat sagt:  Orthodoxe Unabhängigkeit  ist “Bestätigung ihrer Rechte"   

Aber indem sie diesen Standpunkt einnimmt, wird die Ukrainisch-Griechisch Katholische Kirche von Moskau verdächtigt, ein ehrgeizigeres Ziel anzustreben: die werdende Ukrainisch-Orthodoxe Kirche sowohl in die Einheit mit den Griechischen Katholiken und so zum Gehorsam gegenüber der Kirche von Rom zu führen.
Der Außenminister des Moskauer Patriarchates, Metropolit Hilarion von Volokolamsk, hat gegenüber Franziskus diesen Verdacht wiederholt ausgesprochen. Und der Papst hat ihm Verständnis und Solidarität gezeigt. Am vergangenen 30. Mai hat er- nachdem er Hilarion im Vatican empfangen hatte, den Griechischen Katholiken befohlen, sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Russisch Orthodoxen Kirche einzumischen und das "Banner des Uniatismus, das nicht länger funktioniert, als vorbei" beschimpft.

Uniatismus ist für die Orthodoxen das Unerträglichste, das es gibt. Es steht für die Nachahmung derer, die für sie in allem - in der Byzantinischen Liturgie, in Gebräuchen, im Kalender, dem verheirateten Klerus Ähnlichkeit zeigen aber auch dem Papst in Rom gehorchen und wollen, daß auch andere das tun- mit der Vortäuschung einer falschen Wiederherstellung der Einheit zwischen den Kirchen.
Und das ist genau der sehr abfällige Vorwurf, den das Moskauer Patriarchat systematisch der Griechisch-Katholischen Kirche der Ukraine macht. So systematisch, daß er in die gemeinsame Erklärung einging, die Papst Franziskus und der Russische Patriarch Kyrill am Tag ihrer Umarmung, am 12. Februar 2016 in Havanna unterschrieben haben.


Mittwoch, 12. Dezember 2018

M. Tosatti: "Kardinal Pell ist für schuldig befunden worden. Vielleicht."

Marco Tosatti berichtet bei Stilum Curiae von einem möglichen Schuldspruch eines Gerichtes in Melbourne/ Australien gegen Kardinal G.Pell wegen Mißbrauchs. Da das Gericht eine "gag order" erlassen hat, d-h- eine Nachrichtensperre,  der Prozess also unter Geheimhaltung stattfindet, ist das schwer zu verifizieren.
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"PELL WEGEN MISSBRAUCHS VERURTEILT. VIELLEICHT."
"Laut Nachrichten aus Australien soll Kardinal George Pell für schuldig befunden worden sein, zwei Chorknaben mißbraucht zu haben, als er Erzbsichof war, nachdem eine frühere Jury nicht in der lage war, ein Urteil zu finden.Von der ganzen Angelegenheit ist nur sehr wenig bekannt, außer daß der Kardinal alle Vorwürfe bestreitet und daß der Prozess im Rahmen einer gewissen Feindseligkeit gegenüber der Katholischen Kirche stattfindet; daß eine Jury vorher nicht in der Lage war, ein Urteil zu fällen- wohl wegen der mangelnden Glaubwürdigkeit der Anschuldigungen, die mehrere Jahrzehnte zurückgingen; und daß der Richter während der Gerichtsverhandlung im Juni eine "gag order" erließ, d.h. einen "Knebelerlass", der jede Berichterstattung über den Prozess verbietet.
Der Schuldspruch nach dreitägiger Debatte ist also nur auf Umwegen bekannt geworden.

Der Prozess, der unter dem Namen "Prozess der Kathedrale" bekannt ist, ist aus einer Anzeige von zwei damaligen Jungen hervorgegangen, die behauptet haben, daß Pell sie mißbraucht habe, als sie in den 90-er Jahren zum Chor der Kathedrale San Patrizio in Melbourne gehörten. Pell hat mehrmals erklärt- u.a. gegenüber dem "Guardian" -, "jede dieser Beschuldigungen vehement zu leugnen."

Angesichts der Geheimhaltung, die den Prozess umgibt, ist es schwer, sich eine Vorstellung von der Ernsthaftigkeit der Anschuldigungen zu machen : und man kann den Verdacht nicht vermeiden, ob hinter alledem nicht wirtschaftliche, politische und ideologische Interessen stehen.
Was man tun kann, ist diesen exzellenten Artikel von Julia Yost in  der amerikanischen Zeitschrift "First Things", der eine akkurate Beschreibung des Kontextes, der Lage Pells und dessen, was damals passierte, als er Erzbischof von Melbourne war. Aber es ist offensichtlich. daß das generelle Klima - mit den Nachrichten von Mißbrauchsfällen, die von überall kommen, sich nicht auch in Australien schwerwiegend auswirkt.

George Pell wurde am 13. April 2013 von Papst Franziskus zum Mitglied des Kardinalsrates ernannt, der ihn bei der Leitung der Universalen Kirche beraten und den Plan zur Reform der Römischen Kurie zu studieren soll- der sog. 2C9.
Am 24. Februar 2014 wurde er zum ersten Präfekten für das Wirtschaftssekretariat ernannt, dessen Amtsinhaber er immer noch ist, auch denn der Pontifex ihm erlaubt hat, nach Australien zurück zu kehren, um sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. "

Quelle: Stilum Curiae, M. Tosatti

Fundstück

In memoriam Robert Spaemann- publiziert CNA heute noch einmal einen Text, über das Christentum als die wahre Religion, der 2010 im Vatican-Magazin veröffentlicht wurde. Lesen ! 
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                              O CRUX AVE SPES UNICA  
und der beginnt so:
"So singen wir Christen. Wir besingen das Paradox: "Regnat a ligno Deus" - vom Holz herab regiert Gott." (…)
Es ist die einzige Religion, die nicht ins Paradox vertrickt ist...sie denkt, was sich kein Mensch hätte ausdenken können." (…)

Quelle: CNA

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In memoriam Robert Spaemann

Anläßlich des Todes von Robert Spaemann hat Dr. Maike Hickson noch einmal das Interview veröffentlicht, das sie am 30. September 2017 bei OnePeterFive veröffentlichte, hervorgeholt.
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"ROBERT SPAEMANN ÜBER JOESPH SEIFERT, AMORIS LAETITIA UND DAS ZEUGNIS FÜR DIE WAHRHEIT"


Maike Hickson:
Professor Joseph Seifert ist einer Ihrer Studenten, der seine Habilitationsarbeit unter Ihrer Leitung geschrieben hat. Also kennen Sie ihn und seine Arbeit persönlich. Sie beide haben die Stimme erhoben zu einer höflichen Kritik des päpstlichen Dokumentes Amoris Laetitia. Was war Ihre Reaktion auf die Entscheidung des Erzbischofs von Granada, Professor Seifert wegen seiner Kritik an Amoris Laetitia zu entlassen?

Robert Spaemann:
Erst einmal, Professor Seifert ist nicht mein Student sondern Student von Dietrich von Hildebrand. Er hat sich in der Philosophischen Fakultät der Universität München habilitiert. Was die Entlassung Seiferts durch den Erzbischof von Granada angeht, war ich schockiert. Ich wußte nichts über Seiferts eigene  Veröffentlichung. Unsere Reaktionen auf die Entscheidung des Erzbischofs waren völlig unabhängig voneinander.

MH:
"Wie reagieren Sie auf den Vorwurf Erzbischof Javier Martinez´, daß Professor Seifert mit seinen kritischen Fragen zu Amoris Laetitia "die Einheit der Kirche schädigt, den Glauben der Gläubigen verwirrt und Mißtrauen gegen den Nachfolger Petri sät?"

RS:
"Wie gesagt, ich war schockiert. Der Erzbischof schreibt, daß er sicherstellen muß, daß die Gläubigen nicht verwirrt werden, weil Seifert die Kircheneinheit unterminiert.
Die Einheit der Kirche basiert auf der Wahrheit. Wenn die Katholische Kirche einem gläubigen Professor einen Lehrauftrag anvertraut, tut sie das, weil sie in die unabhängige Lehre eines Denkers vertraut. Solange seine Philosophie nicht im Widerspruch zur Kirchenlehre steht, gibt es ein weites Feld für eine Lehre.
Das Mittelalter war da ein Modell. es gab die lebhaftesten und tiefsten Differenzen zwischen den Meinungen. In diesen Diskussionen zählte das Argument, nicht die Entscheidung einer Autorität.
Und es wäre niemandem in den Sinn gekommen, zu fragen, ob ein philosophischer Gedanke mit der Meinung des amtierenden Papstes übereinstimmt."

MH:
"Welche Signale senden ein solches bischöfliches Urteil im Hinblick auf die akademische Freiheit aber auch speziell im Hinblick auf die Freiheit eines wohl ausgebildeten Gewissens  des einzelnen Katholiken im Besonderen aus? Kann ein Katholischer Akademiker noch päptliche Äußerungen auf kritische Weise diskutieren und sollte das möglich sein?"

RS: 
"Im Licht des Urteils des Erzbischofs muß sich jetzt jeder Philosoph, der in einer kirchlichen Institution arbeitet fragen, ob er seine Arbeit dort fortsetzen kann. 
Auf alle Fälle verträgt sich das Eingreifen des Erzbischofs nicht mit dem Respekt für die Akademische Freiheit.
Was Seifert kritisiert ist der Bruch mit der fortwährenden Lehre der Kirche und mit der expliziten Lehre der Päpste Paul VI und Johannes Paul II.
Der Hl. Johannes Paul hat einmal in "Veritatis Splendor" audrücklich betont, daß es keine Ausnahme für den Ausschluss der wiederverheirateten Geschiedenen von den Sakramenten gibt. Papst Franziskus widerspricht ebenso ausdrücklich der Lehre von "Veritatis Splendor".


Dienstag, 11. Dezember 2018

Interview mit Kardinal R. Burke

für LifeSiteNews u.a. zum Thema "Ehe und Familie" und "Synodalität"
 
          

Robert Spaemann R.I.P.

Sebastian Krockenberger hat für "Die Tagespost" einen Nachruf auf den gestern in Stuttgart verstorbenen Philosophen Robert Spaemann geschrieben.
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Zuvor hatte die Tagespost mit diesem Artikel den Tod Spaemanns bekannt gegeben. klicken

Quelle: "Die Tagespost"


Wenn die New York Times finstere katholische Verschwörungen aufdeckt.....

Bei der Suche nach möglichen Feinden einer Revolution und Verächtern frischer Frühlingsbrisen in der Katholischen Kirche ist das mediale Flaggschiff des Relativismus in Regensburg fündig geworden. Dort residiert eine dunkle Königin in einem Schloss, in sich dem immer wieder Dunkelkatholiken, horribile dictu Traditionalisten und andere Rigide und Neopelagianer ein fromm-verschwörerisches Stelldichein geben.
Da mußte erst der Jason Horowitz von der NYT kommen, damit dieses finstere Komplott aufgedeckt und der Welt enthüllt werden konnte.
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"DAS Party-Girl der 80-er Jahre ist jetzt eine Verteidigerin des Katholischen Glaubens" 

 Bei CNA  klicken kann man den Kommentar von Martin Bürger zu dieser düsteren Mär lesen.

"EINE KATHOLISCHE "SONNENKÖNIGIN"? GLORIA VON THURN UND TAXIS IN DER ´NEW YORK TIMES´"

Zitat:
(…) "Die Fürstin gilt als eine prominente Kämpferin für die katholische Sache, und darauf liegt auch der Fokus des von Jason Horowitz, Rom-Korrespondent der "New York Times", verfassten Artikels. Gloria von Thurn und Taxis, heißt es dort reißerisch, sei zur "Sonnenkönigin" geworden, um die herum viele traditionalistische Katholiken schwirrten, die Papst Franziskus ablehnten. (…)

Montag, 10. Dezember 2018

In adventu domini ....

in Vorfreude:    Jesaja 9, 5-8 

"Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt, die Herrschaft ruht auf seinen Schultern.
Man ruft seinen Namen aus: Wunderbarer Ratgeber, Starker Gott, Ewiger Vater, Friedensfürst."



          

Stand und Bedeutung der Reformen des Vaticans-Staates und der Kurie


In seiner wöchentlichen Kolumne bei "Monday in the Vatican" analysiert und kommentiert A. Gagliarducci heute Stand und Bedeutung der Reform des Vatican-Staates in Beziehung zur Kurienreform. 
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"WIE PAPST FRANZISKUS´ REFORM DES VATICAN-STAATES
SEINE KURIENREFORM SPIEGELT"

"Es wäre für Spezialisten schwer, langwierig und hart, im Detail auszusagen, was Papst Franziskus mit seinem am 6. Dezember veröffentlichten motu proprio der Zustimmung zum neuen Gesetz für den Vatican-Staat genau reformiert hat.
Zuerst ist eine Klarstellung nötig: die Reform der Verwaltung des Vatican-Staates ist nicht die Kurienreform. Papst Franziskus hat die Leitung der Universalen Kirche nicht verändert. Eher hat er die Organisation der Verwaltung des Staates verändert. Das ist etwas anderes. 

Den Vatican-Staat existiert, um dem Hl. Stuhl ein Territorium zu geben, um so seine Souveränität zu schützen. Als Oberhaupt des Vatican-Staates ist der Papst kein Bürger eines anderen Staates und das Selbe gilt auch für jene Kardinälen und Mitarbeiter des Hl. Stuhls, die einen Vatican.-Pass und sein funktionales Bürgerrecht besitzen, die Unabhängigkeit garantieren.

Es ist kein Zufall, daß das Ziel der Reform ist "die institutionelle Endlichkeit des Vatican Staates" -der aufgerufen ist- noch klarer zu machen, daß dem Stuhl Petri kraft seiner Natur absolute und sichtbare Unabhängigkeit garantiert wird."

Die Kriterien der Reform- so liest sich eine erklärende Notiz des Vatican-Staates- waren "Funtkionalität, Transparenz, normative Kohärenz und organisatorische Flexibilität." 

Am Ende geht es bei der Reform darum, die Art und Weise zu verändern, wie die Verwaltung gemanaged wird und am dann- am Ende- die Kosten zu senken. Das ist eines des Ziele des Pontifikates von Papst Franziskus. 

Die Kurienreform hat mehrere Päpstliche Räte zu neuen Dikasterien zusammengefaßt und verschiedene Kompetenzen durch das einzige Dikasterium für Kommunikation, das zum Schirm aller Medienabteilungen wurde. Ebenso zielt die Reform des Vatican-Staates darauf ab, die Zahl der Ämter zu reduzieren. 

Die Verwaltungseinheiten des Vatican-Staates haben von 9 auf 7 abgenommen, die der zentralen Ämter von 5 auf 2, während "Zuordnungen und Kompetenzen der umstrukturierten operativen Gremien nach dem Prinzip der Funktionalität und Effektivität überprüft und zusammengefasst wurden."

Sonntag, 9. Dezember 2018

Tweet zum Tage

"Benedikt XVI vertraut die Ausgestoßenen der Unbefleckten Empfängnis an."
Antonio Tarallo kommentiert auf der Website "sanfrancesco" die Ansprachen, die Papst Benedikt XVI bei seinen Besuchen auf der Piazza di Spagna anläßlich des Festes "Unbefleckte Empfängnis" während seines Pontifikates gehalten hat.
Der Artikel beginnt so:

"Das was bei Papst Benedikt XVI immer überrascht, ist seine Einfachheit und Demut, wenn er über die grandiosen Mysterien -wie dem der Unbefleckten Empfängnis Mariens- spricht. Wenn man seine Aussagen zu diesem Thema liest, scheint es ihm zu gelingen, aus der Höhe seiner Theologie, von der großen Höhe seiner Studien und Meditationen von seinem Katheder herabzusteigen und so besser mit den "Kleinen" sprechen zu können....."