Dienstag, 4. Oktober 2022

Fundstück

Franz N. OTTERBECK veröffentlicht bei kathnet eine kritische Würdigung der deutschen Diözesen, beginnend mit Münster, einer früheren Hochburg des Katholizismus. 
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Unter dem Titel:

"DER GOTT DES GEMETZELS"

beginnt der Beitrag so - ZITAT

"Münster war eine sympathische Bischofsstadt, so ungefähr bis 1968. Heute rückt die stolze Schöne unter die begehrtesten "queer cities" Westdeutschlands auf. Der Klerus von Münster gilt als ausgeprägt schwul. Seit etwa 1980 wird auch nicht mehr viel dagegen unternommen. Selbstverständlich gibt es dort auch heterosexuelle Missbrauchstäter. Ein früherer Kaplan in Kevelaer fiel mir schon damals als "Merkwürden" auf, als ich dort für den BDKJ engagiert war. Aber zu analysieren vermochte es ein hoffnungsfroher, gläubiger junger Mensch nicht konkret, was da im deutschen Paradebistum (Tenhumberg regierte mit fünf Weihbischöfen!) schief lief..."  (...)

Quelle: F.N.Otterbeck, kathnet

Die Mutter aller Papstreisen...

Lucio Brunelli berichtet auf seinem blog über die Wallfahrt des Hl. Johannes XXIII nach Loreto am 4. Oktober 1962, die sich heute zum 60. mal jährt und die der Autor die "Mutter aller Papstreisen" nennt. Hier geht´s zum Original:  klicken

"DER GUTE PAPST, DINO BUZZATI UND UNSERE LIEBE FRAU VOM "ARMEN VOLK" 

Vor sechzig Jahren, am 4. Oktober 1962, am Vorabend des Konzils, nahm Johannes XXIII. den Zug und fuhr als Pilger nach Loreto. Zum ersten Mal seit der Verwundung durch das Risorgimento verließ ein Papst den Vatikan für eine Reise weg von Rom. Unter den Korrespondenten des Corriere della Sera befand sich der Schriftsteller Dino Buzzati, der sich fragte, warum der gute Papst Loreto für seine Marienwallfahrt ausgewählt hatte: "Fehlten vielleicht schöne, prächtige und barocke Madonnen im Vatikan?"

"Unsere Liebe Frau von Loreto, ich liebe dich so sehr, und ich verspreche, dir als guter Sohn als Seminarist treu zu bleiben. Aber hier wirst du mich nicht wiedersehen!" Er war 19 Jahre alt, Angelo Roncalli, ein junger Seminarist, Sohn von Bauern aus Bergamo. Und wer weiß, wie schrecklich in seinen Ohren die Worte des Spotts gegenüber der Religion klingen mussten, die auf dem Platz von Loreto zu hören waren, als in seiner Seele dieses empörte Versprechen explodierte: "Unsere Liebe Frau von Loreto ... Du wirst mich nicht wiedersehen." Es war das Jahr 1900, das "kurze Jahrhundert", das der Menschheit die Geißel zweier Weltkriege zufügen sollte. Der junge Seminarist war zu dem von Leo XIII. ausgerufenen großen Jubiläum in Rom gewesen und hatte vor seiner Rückkehr nach Bergamo im Heiligtum des Heiligen Hauses von Nazareth Halt gemacht. Nach dem Gebet, auf dem Platz vor der Basilika, fand das "Vergehen" statt. Wir kennen die Details nicht, er deutete später ein Klima des "Spotts" gegenüber der Religion an, das im "Geschwätz auf dem Platz" Gestalt annahm; Wir wissen nur, daß dieser Tag der 20. September war, der Jahrestag der Bresche an der Porta Pia und damit des Endes der weltlichen Macht der Päpste: Es ist durchaus möglich, daß einige antiklerikale Gruppen, die in Ancona und in seiner Provinz traditionell sehr aktiv waren, den jungen aufstrebenden Priester und andere, die wie er die schwarze Soutane trugen, verspotteten.

Sag niemals nie. Dieser junge Seminarist kehrte 62 Jahre später als Papst nach Loreto zurück. Er war es, der den Gläubigen mit einem gutmütigen Lächeln die Unruhe anvertraute, die er als Junge bei seinem ersten Besuch im Heiligtum der Schwarzen Jungfrau erlebte. Unruhe durch jugendliche Offenheit und in Wirklichkeit bald überwunden, noch bevor er auf den Thron von Petrus gewählt wurde.

Die Wallfahrt von Johannes XXIII. fand am 4. Oktober 1962 statt, nur eine Woche nach der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Ökumenischen Konzils. Am selben Tag erreichte er zuerst Loreto und dann Assisi. Seine tiefere Absicht war es, Maria und dem hl. Franziskus das gute Ergebnis des Konzils anzuvertrauen, von dem der Papst eine geistliche Verjüngung der Kirche und ein glaubwürdigeres Zeugnis Christi in der heutigen Welt erwartete.

Montag, 3. Oktober 2022

Mir nach spricht Christus unser Held...

mir nach ihr Christen alle....

               

Die Katholische Kirche braucht keine neue Weltordnung

John Henry Westen veröffentlicht bei LifeSiteNews einen Aufruf zum Ungehorsam gegen die globalistischen Ideen von Papst Franziskus. 
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"JOHN HENRY WESTEN: PAPST FRANZISKUS IST DER KAPLAN DER NEUEN WELTORDNUNG"

Wir lieben ihn genug, um ihn zu tadeln und wegen dieser Liebe müssen wir ihn deutliche tadeln und seine Brüder im Bischofsamt dazu ermutigen, dasselbe zu tun.

Ich habe heute bei der Katholische-Identität-Konferenz in einer Rede im Namen unserer Unterstützter und Mitbrüder zum Widerstand in diesem Kreuzzug gegen den Beginn der Neuen Weltordnung zu widerstehen. Leider hat sich unser Heiliger Vater wie in Anhänger oder sogar Anführer einer globalen Bewegung verhalten, um die "Neue Normalität" zu einer dauerhaften Realität zu machen.

Diejenigen von uns, die sich seit Jahren in Medien wie LifeSite und TheRemnant seit Jahren an diesem kontroversen aber notwendigen Kampf für Wahrheit und wahre Religion -tun das umso mehr, als die Fehler und Gefahren des Pontifikates von Papst Franziskus immer offensichtlicher werden. 

Vom allerersten Augenblick dieses Pontifikates 2013 an gab es Skandale. 

Auf der Loggia- bei seiner Proklamation- wurde Franziskus von niemandem anders als vom dissidenten Kardinal Godfried Danneels begleitet. Demselben Danneels, der -wie berichtet wurde- den Belgischen König dazu ermutigte, die Abtreibung zu legalisieren und offen zugegeben hat, Teil der klerikalen Mafia zu sein, die den Plan zur Wahl von Franziskus geschmiedet hat. 

2016 stellte Kardinal Burke am Vorabend von Franziskus kontroverser Exhortation "Amoris Laetita" fest, daß er besonders besorgt sei, daß "jene, die objektive Realität der Gnade der Ehe als lediglich ein Ideal bezeichnen, dem uns anzunähern, wir uns mehr oder weniger bemühen." 

Diese Äußerung war natürlich die Antwort auf die doktrinale Bombe, die man in den Fußnoten des päpstlichen Dokumentes fand, die die unveränderliche Lehre der Kirche zu Ehe und Wiederverheiratung zu verändern schienen. 

Aber Burke rief uns auf, der Versuchung zu "widerstehen", Neuerungen zu akzeptieren, die der Überlieferung widersprechen- unabhängig von ihrer Quelle.

Deshalb können wir hier mit vollem Zutrauen und ohne Angst sagen, daß wir- als gläubige Katholiken- vor Gott die Pflicht haben, den Versuchen zu widerstehen, die definierte Lehre zu Fragen der Moral zu untergraben, die unerbittlich von ungläubigen Globalisten, Vatican-Bürokraten und sogar von Franziskus selbst angegriffen wird.

Zur geplanten Video-Show über das Leben des Hl. Petrus

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen kritischen Kommentar von Msgr. ICS zur geplanten Video-show über das Leben des Hl. Petrus auf der Fassade des Peters-Domes. 
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"MSGR. ICS WENN DIE KARDINÄLE DAS EVANGELIUM MANIPULIEREN UND DEN HEILIGEN PETRUS" 

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, es scheint mir, da? diesmal unser Mons. ICS  wirklich empört ist. Lesen Sie ein wenig darüber, was er schreibt... Gute Lektüre

                                                                                §§§

Die Bedeutung der Worte des heiligen Petrus, manipuliert von einem Franziskanerkardinal, Generalvikar des Papstes und Erzpriester von St. Peter, sowie Schöpfer und Organisator der Fratelli Tutti Stiftung: Mauro Gambetti.

Der Corriere della Sera von Sonntag, 2. Oktober, Seite 23: "Die Worte des Hl. Petrus sind immer noch aktuell. Sein Leben projiziert auf die Basilika" (eine weitere Videoshow auf dem Petersdom, nach der tierrechtlichen). 

Praktisch wird die Person des Hl. Petrus mit Kardinal Ravasi "wieder gelesen"(nennen wir es so)- natürlich auf "ökonomisch und ökologisch nachhaltige Weise" (wer weiß, was das heißen soll). 

Dann -welch eine nicht geringe Entschuldigung (excusatio non petita = accusatio manifesta), die vorausnimmt, daß Kritik daran als unbegründet und schlecht vorwegnimmt, vorwiegend anonym, die man deswegen nicht widerlegen kann.

O.K.

Der Interviewer des Corriere und Vaticanist G.G. Vecchi fragt: "Und was sagt Petrus heute?"  und die Antwort eines neuen Evangeliums nach Gambetti "Seine Menschlichkeit, manchmal Entmutigung, ist sehr aktuell. Wir haben die ganze Nacht gefischt und wir haben nichts zu essen. Wie sollen wir diese  Menschen ernähren...Das sind die gleichen Probleme, die wir heute erleben." (und er fährt auf verwirrende Weise fort, von Brüderlichkeit zu sprechen,..)

Wenn der Papst Entscheidungen trifft....

In seiner heutigen Kolumne für Monday at the Vatican kommentiert A. Gagliarducci drei Entscheidungen, die Papst Franziskus in der vergangenen Woche getroffen hat.
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"PAPST FRANZISKUS, DREI MITEINANDER VERBUNDENE THEMEN, AUCH WENN ES SO  NICHT ZU SEIN SCHEINT"

Letzte Woche gab es im Leben des Vaticans drei irgendwie miteinander verbundene Ereignisse. Dennoch scheinen sie sich komplett voneinander zu unterscheiden. Das erste: Papst Franziskus hat seine Erneuerung der Römischen Kurie fortgesetzt und sowohl den neuen Präfekten als auch den Sekretär für das Dikasterium für Katholischce Erziehung und Kultur ernannt. Das zweite: nach einer zweimonatigen Pause wurde der Prozess, bei dem Kardinal Angelo Becciu zu den Angeklagten gehört, der aber hauptsächlich die Investitionen des Staatssekretariates in eine Londoner Luxusimmobilie betrifft, wieder aufgenommen. Das dritte: Papst Franziskus´ Gespräch mit den Jesuiten der russischen Region während seiner Reise nach Kasachstan wurde veröffentlicht. 

Wie sind dies drei sehr unterschiedlichen Ereignisse miteinander verbunden? Weil jedes von ihnen etwas darüber aussagt, wie dieser Papst die Dinge handhabt und uns erlaubt, zu  verstehen, was man erwarten kann.

Beginnen wir mit der letzten Entwicklung. Das Gespräch mit den Jesuiten zeigt einen Papst, der bemüht ist, sein unermüdliches Engagement für die Ukraine zu rechtfertigen. Aber es zeigt auch die Hartnäckigkeit des Papstes, nur auf einen Gesichtspunkt zu schauen, ohne seine Folgen zu verstehen. Es gibt nur ein Zugeständnis- fast nut pro forma- gegenüber den Protesten, die seinen Äußerungen folgten: dasjenige über das Leiden der Menschen. 

Der Papst betont, daß er sowohl über die leidenden Menschen sprechen wollte, aber dann konzentrierte sich alle auf seine Erwähnung dieses armen Mädchens, das in seinem Auto in die Luft gesprengt wurde. Dieses arme Mädchen war Darya Dugina. 

Konzilstexte: Interpretationsakrobaten am Werk...

Karl Heinz Menke kommentiert in "Die Tagespost" die -wie er es nennt- Interpretationsakrobatik des Synodalen Weges auf die Konzilstexte anwendet. Hier geht´s zum Original: klicken

Unter dem Titel: 

"INTERPRETATIONSAKROBATIK DES SYNODALEN WEGES"

beginnt der Kommentar so - ZITAT

"Mit Berufung auf die Kirchenkonstitution des Zweiten Vatikanischen Konzils erklärt der Orientierungstext: "Das gemeinsame Priestertum befähigt grundsätzlich zur aktiven Teilnahme am dreifachen Amt Christi, dem Amt des Leitens, dem Amt des Heiligens und dem Amt des Lehrens (Lumen Gentium 12, 36).“  Als wenn die Formel, mit der jedem Täufling innerhalb der Chrisam-Salbung die Würde eines Priesters, Königs und Propheten zugesprochen wird, eine Beteiligung am Amt der Ordinierten (an der autorisierten Repräsentation des Hauptes Christus gegenüber dem Leib der Kirche) auftragen würde! Keine Interpretationsakrobatik kann aus "Lumen Gentium“ herauslesen, was der Orientierungstext aus diesen Stellen ableitet. 
"Kein Beleg für eine Teilnahme aller Getauften am Amt des Priesters" 
(...)

Quelle: K.H. Menke, Die Tagespost 

Sonntag, 2. Oktober 2022

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Widersprüche zwischen Traditionis Custodes und einer Apostolischen Konstitution von Papst Johannes XXIII und Anordnungen des II. Vaticanischen Konzils zum Gebrauch der lateinischen Sprache in der Liturgie. 
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                      VORSCHLAG DES FALSCHEN

Die beiden Beispiele, die ich im 1.Teil gemacht habe; stimmen überein und hatten beide große theologische und kulturelle Bedeutung. Die Apostolische Konstitution, die der Hl.Johannes XXIII auf dem Hochaltar des Petersdomes unterzeichnete und die Aufforderung des II.Vaticanischen Konzils, der Klerus solle sein Offizium in lateinischer Sprache zelebrieren, sind äußerst wichtige Ausdrucksformen für die Entschlossenheit der höchsten Ebenen des Lehramtes, das Band zu stärken, das das Leben der Kirche in einer Hermeneutik der Kontinuität zusammen hält.

Jeder Papst, bis hin zu -aber ohne PF, hat diese Politik bekräftigt. Ein Pontifikat, das diese Lehre ignoriert, hat etwas Krankes oder zumindest Dysfunktionales.

Auf menschlicher Ebene könnte man einen "Traddy" verstehen, der sagt "ich werde Traditionis Custodes ernst nehmen, wenn diese Spaßvögel in Rom diese größeren Beispiele des Lehramtes ernst nehmen, denen sie selbst nicht zustimmen."

Für morgen: TC Art. 1, Libri liturgici a Sanctis Pontificibus Paulo VI et Joanne Paulo I, iuxta decreta Concilii Vatican II, unica expressio ´legis orandi´ Ritus Romani sunt"

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

 

G. Weigel stellt einiges zum II. Vaticanischen Konzil richtig...

George Weigel veröffentlicht im WallStreetJournal seine eigene Ansichten und Erkenntnisse zu den Absichten, die der Hl. Johannes XXIII bei der Einberufung des II. Vaticanischen Konzils hatte und widerspricht damit den "Hardlinern", die schon in den Plänen für ein ökumenisches Konzil Böses vermuten. und denen, die im Schlepptau von Papst Franziskus behaupten, die Katholische Kirche sei durch das Konzil neu erfunden worden. Hier geht´s zum Original:  klicken

Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil beteten die Katholiken in ihrer eigenen Sprache und nicht in Latein. Indem es die Katholiken dazu drängte, biblisch gebildeter zu werden, inspirierte das Konzil Laiengemeinschaften zur geistlichen Erneuerung, von denen einige sehr charismatisch waren. Es führte auch zu einer stärkeren Beteiligung der Laien an allen Aspekten des kirchlichen Lebens: liturgisch, erzieherisch, verwaltungstechnisch, evangelikal. Das Konzil fügte den Katholizismus vollständig in das Streben der ökumenischen Bewegung nach christlicher Einheit ein, auch wenn es die Beziehung der Kirche zu ihrem religiösen Elternteil, dem Judentum, dramatisch neu gestaltete.

Das Zweite Vatikanische Konzil war auch der Moment, in dem der Katholizismus seinen Anspruch, eine globale ("katholische") Institution zu sein, voll und ganz verwirklichte, als Kirchenmänner von außerhalb des historischen europäischen Kerns der Kirche begannen, eine herausragende Rolle bei der Gestaltung der katholischen Zukunft zu übernehmen. Das außergewöhnliche Wachstum der katholischen Kirche in Subsahara-Afrika – wo der Katholizismus heute Hunderte Millionen Anhänger zählt, viele von ihnen Christen der ersten oder zweiten Generation – wurde durch die Förderung einheimischer afrikanischer Geistlicher und religiöser Orden durch das Konzil beschleunigt, seine Entflechtung des Katholizismus vom Kolonialismus und sein Beharren auf dem im Wesentlichen missionarischen Charakter der Kirche.

Hätte es das Zweite Vatikanische Konzil nicht gegeben, sähe die katholische Kirche des 21. Jahrhunderts ganz anders aus. Ebenso die Weltpolitik. Die wegweisende Erklärung des Konzils zur Religionsfreiheit, in der anerkannt wird, daß die Bündnisse zwischen Altar und Thron der Vergangenheit unter modernen politischen Bedingungen nicht möglich sind, trug dazu bei, die Kirche von einem Bollwerk des Status quo in einen der weltweit führenden institutionellen Verteidiger des Status quo zu verwandeln Grundlegende Menschenrechte. Ohne das Zweite Vatikanische Konzil ist es schwierig, an einen Papst aus Polen zu denken oder sich vorzustellen, daß der Papst eine zentrale Rolle in einer der großen Transformationen der Zeitgeschichte spielte: der Selbstbefreiung Mittel- und Osteuropas beim Zusammenbruch des europäischen Kommunismus im Jahr 1989.

An diesem 60. Jahrestag werden Kritiker des Zweiten Vatikanischen Konzils und seiner Umsetzung jedoch andere Realitäten des nachkonziliaren katholischen Lebens betonen. In den zehn Jahren nach Abschluss des Konzils am 8. Dezember 1965 verließen Zehntausende von Priestern und Ordensschwestern ihre Pfarreien und Klöster, der größte Exodus dieser Art seit den Reformationen des 16. Jahrhunderts. Das Konzil wollte, daß die Messe, der zentrale Akt des katholischen Gottesdienstes, zugänglicher und partizipatorischer wird und den Katholiken dadurch ein tieferes Gefühl für die spirituelle Weite gibt, in der diese Welt existiert. Stattdessen wurde die Messe allzu oft ins Banale, wenn nicht geradezu Alberne heruntergestuft.

Fundstück

Stefanos Athanasiou befaßt sich aus Sichr eines Orthodoxen Christen in "Die Tagespost" mit der Frage wer bestimmt, welche Glaubenslehre, welchen  Glaubensansatz die Kirche verkünden soll. 
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Unter dem Titel:

                   "IM ZENTRUM STEHT DER LOGOS"

beginnt der Beitrag so:  ZITAT

"Seit den Anfängen des Christentums ist die Frage nach der Glaubenslehre und deren Verkündigung ein zentraler Punkt im Alltag der Kirche. Welche Lehre beziehungsweise welcher Glaubensansatz soll überhaupt verkündet werden? Wer bestimmt die Lehre der Kirche und die Quellen, anhand derer die Lehre ihre Legitimität bekommt? Fragen, die besonders in unserer heutigen Zeit sehr kontrovers beantwortet werden. Letztlich kommt es jedoch darauf an, im Rahmen der Verkündigung jenes gewährleisten zu können, was Paulus den Korinthern mit folgenden Worten erklärte: „Wir verkünden nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, uns aber als eure Knechte um Jesu willen“ (2 Kor 4,5). In diesem Sinne gibt es, wie Joseph Ratzinger, später Papst Benedikt XVI. schon unterstrichen hat, ein Primat des Logos gegenüber dem Ethos. Somit ist die Lehre der Kirche nicht einfach eine Reflexion der ethischen und philosophischen Gedanken einer Gesellschaft jeder Zeitepoche, sondern die Lehre der Kirche soll vielmehr als Ausdruck der ewigen göttlichen Offenbarung wahrgenommen und gelebt werden.!   (...)

Quelle: S. Athanasiou, Die Tagespost

 

Samstag, 1. Oktober 2022

Christliche Kunst...

 "Issak segnet Jakob"  Giotto di Bondone, 1290

Fr. Hunwicke spricht....

bei liturgicalnotes heute über den Hass und die Angst der Feinde der TLM.
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"SO SCHÖN...WARUM HASSEN SIE SIE SO SEHR?"

Vor einigen Jahren hatte ich das Privileg in West-Irland in der Gesellschaft eines großen Prälaten zu sein, der gerade ein pontifikales Hochamt im alten Ritus zelebriert hatte.

Plötzlich- quasi aus dem Nichts- murmelte er : "So schön, so schön. Warum hassen sie das so sehr?"

Danach habe ich begonnen, mir die Ereignisse in Erinnerung zu rufen, die unserem Eintritt in die volle Kommunion mit dem Hl. Stuhl eingetreten sind. Es gab entschlossene Bemühungen, mich an der Zulassung zum Priestertum der Lateinischen Kirche zu hindern. Während dieser langen, schwierigen und außerordentlich schmerzlichen Monate hatte ich Rat und Unterstützung einiger sehr guter und heiliger Männer. Ich werde ihnen ewig dankbar sein.  Ich erinnere alle Dinge, die mir gesagt wurden. 

Einer von ihnen sagte- und wiederholte mehrmals "John du mußt einfach verstehen, wie stark die Gefühle dieser Leute über die "Außerordentliche Form" sind.

Ein andere sagte, er würde mir erklären, warum es solche Vorurteile gegen die Alte Messe gibt, "Weil sie sie mit einer Form der Katholizismus verbinden, den sie für rigide halten, sünden-besessen, unterdrückend und schlicht beängstigend. Sie haben Angst, daß mit der Alten Messe der gesamte moralische und kulturelle Komplex, den sie zu erinnern glauben, zurück kommt. Und des Gedanke macht ihnen Angst." 

So wie die Bergoglianer den Glauben attackieren, scheint mir das heimtückischste Detail ihr Versuch zu sein, die Alte Messe komplett aus dem normalen Gemeindeleben herauszuhalten. Aber wir brauchen Priester im Gemeinde-Dienst, die Ansichten und Methoden des großen - so glorreichen Fr. Tim von Blackfen. Möge Gott verhindern, daß die Alte Messe ein wertvollen Ghetto für einen edlen und exklusiven Klerus und Laien, die sich vor ihren Mitkatholiken verbergen wollen,  wird- oder auch nur so erscheint.

Was wir brauchen sind duale Gemeinden....solche, wie sie oft von den Oratorien angeboten werden. Und ein einfaches, höfliches und unneurotisches Zusammenleben...

Joseph Ratzinger sagte in den 90-ern -als einige englische katholische Bischöfe einer "einvernehmlichen Lösung" für anglikanische Katholiken vehementen Widestand leisteten: "Wovor fürchten sie sich so sehr?" 

Also...und die Frage in meinem Titel zu beantworten: ..Angst. Sie hassen den Alten Ritus weil der Feind Angst in ihre Herzen gesetzt hat. 

Und wie C.S: Lewis es ausdrückt unsere Feinde sind "jene, die keine Freude haben." 

Angst ist die Waffe seiner Wahl."

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Zur Kontroverse zwischen Kardinal Koch und Bischof Bätzing

In La Nuova Bussola Quotidiana kommentiert Luisella Scrosati unter dem Begriff "Kirchlicher Relativismus"die Kontroverse zwischen dem Schweizer Kardinal Kurt Koch und dem Vorsitzenden der DBK Bischof Georg Bätzing über den Synodalen Weg. 
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"DEUTSCHE BISCHÖFE GEGEN KARDINAL KOCH, DER ES "WAGT", DAS SYNODALE  TREIBEN ZU KRITISIEREN."

Der Schweizer Kardinal zeigt mit dem Finger auf die Kirche in Deutschland, die dem "Geist der Zeit" folgt, und erinnert an den Irrtum jener Christen, die in den dreißiger Jahren behaupteten, Offenbarung und Nationalsozialismus mischen zu können. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz antwortete verärgert: "Ich sage es dem Papst!", streitet aber nicht über den Inhalt.

"Ich sage es dem Lehrer." Das ist ungefähr der Tenor der wütende Reaktion des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Msgr. Georg Bätzing auf die Kritik, die Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, wegen des hässlichen Abstiegs gerichtet hat, den der synodale Weg der Kirche in Deutschland genommen hat. Angesichts der Argumente des Kardinals, hatte Msgr. Bätzing am Ende der Herbstvollversammlung der Bischofskonferenz in Fulda nichts Besseres zu tun, als mit einer offiziellen Beschwerde an Papst Franziskus für Koch zu drohen und über die "blaue Angst" des Kardinals wegen der Aussicht auf einen Wandel in Deutschland zu fantasieren. "Aber es wird sich etwas ändern", droht Bätzing erneut.

Um die Wahrheit zu sagen, scheint die Reaktion des Bischofs von Limburg nicht den Inhalt dessen zu berücksichtigen, was Kardinal Koch im Interview mit der Tagespost am vergangenen 29. September sagte. Das ist kein Detail. Ein sehr schönes, intelligentes Interview, das sich vor allem auf das Thema Wahrheit konzentriert. Von einem ganz anderen Kaliber als die der politischen – und niedrigen Politik – die hier bei uns gemacht wird. Anlass war das Symposium der Studenten des damaligen Kardinals Ratzinger – des Schülerkreises von Joseph Ratzinger – das in diesem Jahr am Nachmittag des 24. September in Rom im Patristischen Institut Augustinianum stattfand. Der Schweizer Kardinal war berufen worden, die Arbeiten zum Thema Verbindliche Wahrheiten und Entwicklung der kirchlichen Lehre zu eröffnen und abzuschließen.

Im Interview mit Martin Lohmann betonte Koch das Paradoxon unserer Zeit, das auf die Relativierung der Wahrheit drängt, während der Relativismus als einzige universelle Wahrheit absolutiert wird, und wies auf die Bedeutung der Demut bei der Suche nach der Wahrheit hin, weil die letztlich darin besteht, sich an die Realität anzupassen und etwas zu akzeptieren, das mir gegeben wird. Und so zeigte der Kardinal auf die Frage, wo man die offensichtlichen Probleme aufspüren könne, die die Kirche in Deutschland bedrohen, mit dem Finger genau auf jene Haltung, die das eigene Denken als die ultimative Bezugsquelle betrachtet, anstelle jener Offenbarung, die Gott nicht direkt dem Einzelnen, sondern der Kirche gibt: "Der einzelne Christ glaubt nur, weil er mit der Kirche glaubt":

Synoden, Synodalität, TLM und Novus Ordo....

Rorate Caeli veröffentlicht einen Text von LMS chairman zur bevorstehenden Synode zur Synodalität, Hier geht´s zum Original:  klicken

                "KINDER, RIGIDITÄT UND DIE SYNODE" 

Im Newsletter von Una Voce Scotland vom April 2022 ist ein interessanter Artikel einer junger Mutter, die in ihrer Gemeinde an den Diskussionen zur Synode der Synodalität teilgenommen hat. Der Artikel ist anonym. Sie beschreibt, wie sie der Versammlung, der der sie teilnahm, erklärte, daß ihre eigenen Erfahrungen mit der Novus-Ordo-Liturgie und Katechese für Kinder enttäuchend waren und daß die meisten ihrer Zeitgenossen abgefallen sind,. Sie aber hatte die Traditionelle Messe entdeckt und ihr kleiner Sohn war von den Glocken und Gerüchen so begeistert, daß er die Glocke und das Weihrauchfaß beim spielen nachahmte- 

Er nimmt eine Rassel in die Hände und tut so, als ob er die Sanctus-Glocken läutet (kniet nieder und sagt "ring ring")  und schwingt seine Hände vor sich hin und her, wie beim Inzensieruen ("chk chk!") Ich habe kaum wahrgenommen  - oder war  abgelenkt- was vor mir während der (Novus Ordo) Kinder-Messe stattfand, mein kleiner Sohn ist von der traditionellen Messe inspiriert, seine Vorstellungskraft mit genügend Bildern , Klängen, Gerüchen und Handlungen angefüllt, die ihn durch die Woche begleiten. 

Meine früher ziemlich gesprächigen Gesprächspartner haben diesen Bericht mit steinernem Schweigen und hochgezogenen Augenbrauen entgegengenommen- manche standen auf, manche runzelten die Stirn. Die Pause wurde von Shona unterbrochen, die unserer Liste ein weiteres Problem hinzufügen wollte: "Wißt ihr, in unserer Gemeinde hatten wir einen Priester, der einige Leute dazu veranlaßte, sie zu verlassen. Er wollte keinerlei Änderungen akzeptieren und verband sich nicht gut mit den Menschen, besonders nicht mit den Kindern. Und er was in seiner Weise sehr festgelegt."  Und das war das. 

Ich habe die Vorschläge der Bischofskonferenzen zur Synode recherchiert- die sich auf die Traditionelle Messe beziehen- Viele sind es nicht, aber - um fair zu sein- in Schottland, England und Wales erkennen die Bischöfe das Thema mit einer gewissen Offenheit- wenn auch nicht mit ausdrücklicher Sympathie -an. Dennoch denke ich, daß Shonas Antwort sehr beredt ist und daß sie für viele stehen kann, nicht nur Laien und nicht nur in Schottland. Und insofern sind die Erfahrungen der Autorin des Artikels auch für viele Menschen typisch, die heute an der Traditionellen Messe teilnehmen.

Ich selber erinnere mich an die "zehenaufstellenden" Liturgien, die mich und meine Zeitgenossen als Teenager bewegen sollten. Ich nehme an, daß die meisten sowieso abgefallen wären, aber diese Messen waren nicht hilfreich.  So ging es ein halbes Jahrhundert lang, eine lange Zeit.-würde ich denken- um die Lektion zu lernen, aber es scheint, daß manche Menschen für die Realität total verschlossen sind. Wenn man ihnen gegenüber erwähnt. daß im Gegensatz die Traditionelle Messe für Kinder gut funktioniert, können sie damit überhaupt nicht umgehen. Das ist für sie zu weit von ihren geliebten Annahmen entfernt- als daß sie die  Information verarbeiten könnten.

Was ist die Botschaft in der Rücktrittserklärung von Papst Benedikt XVI?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae eine Besprechung des von A. Cionci verfaßten Buches "Der Ratzinger-Code", über das wir schon vor kurzem berichtet haben. 
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"EINE MARIANISCHE SEELE. DAS PUZZLE DES RÜCKTRITTS BENEDIKTS XVI ZUSAMMENSETZEN" 

 Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir freuen uns, Ihrer Aufmerksamkeit diese Besprechung von A. Cioncis Buch "Der Ratzinger Code", die "eine Marianische Seele" geschrieben hat, empfehlen zu können. Gute Lektüre! 

                                                                  §§§

papa, declamato

                       DAS PUZZLE DES RÜCKTRITTS VON BENEDIKT XVI ZUSAMMENSETZEN 

                               Die Declaratio vom  11. Februar 2013 mit Beleuchtung aller Fehler 

Während der vergangenen 9 Jahre war ein Thema für respektable, gläubige katholische Autoren strikt tabu: der Amtsverzicht Benedikts XVI. Bis jetzt. Der Ratzinger Code, der seit seiner Veröffentlichung in Italien im Mai 2022 der Nr. 1 Bestseller ist, ist die Frucht der äußerst detaillierten Untersuchung des italienischen Journalisten Andrea Cionci von allem, was Benedikt XVI seit dem schicksalhaften Morgen des 11. Februars 2013 gesagt und getan hat, als er seine lateinische Declaratio  in Gegenwart des Kardinalskollegiums laut vorlas. Das Resultat ist eine unerbittlich logische Untersuchung, beruhend auf den Beiträgen zahlreicher Experten, die erfrischend unerschrocken darin ist, allen Spuren dahin zu folgen, die zur Enthüllung der Wahrheit führen. 

Die in Betracht gezogenen Beweise ähneln einem Haufen von Puzzle-Stücken. Es gibt zahlreiche Teile von Informationen und Statements, die zuerst keinen Sinn zu ergeben scheinen, sich aber bei näherem Hinsehen als Teil einer konsistenten Kommunikationsmethode von Benedikt XVI herausstellen. 

Bedenken Sie z.B. diese Fakten: 

       - Seit jetzt  9 Jahren sagt Benedikt XVI wiederholt : "Es gibt nur einen Papst"- allerdings ohn je zu sagen ...das ist Franziskus oderr anzugeben, welcher von beiden es ist.

       -  Als er über den Text seiner Declaratio gefragt wurde, sagte Benedikt XVI, der ein renommierter und sublimer Latinist ist. "ich habe sie in Latein geschrieben, weil man so wichtige Dinge in Latein tut... ich hätte sie auch in Italienisch schreiben können, aber da war die Gefahr zu groß, daß ich einige Fehler mache."  Und dennoch haben innerhalb von wenigen Tagen nach der Veröffentlichung im Februar 2013 wohlbekannte Philologen öffentlich darauf hingewiesen, daß es in dem kurzen Dokument mehr als 20 grammatikalische und syntaktische Fehler gibt.