Donnerstag, 4. Januar 2024

Fr. Hunwicke spricht....

heute bei liturgicalnotes  weiter über die Irrtümer in Fiducia Supplicans und die  Antwort von Patriach Svjatoslav - die die Reaktion der Orthodoxie auf diese kontroverse Erklärung repräsentiert. Hier geht s zum Original: klicken

"ZURÜCKWEISUNG WESTLICHER IRRTÜMER" (2) 

Patriarch Svjatoslavs Dokument weist die jüngsten neuen westlichen Bergoglio-Fernandez-Dogmen über das Segnen zurück. Es ist vielleicht die wichtigste theologische Divergenz, die zwischen den Katholiken des Ostens und des Westens seit dem Fall von Konstantinopel bis heute entstanden ist. Es bedeutet, dass -während die Katholiken des Westens offensichtlich verpflichtet sind, Bergoglio-Fernandez sklavisch zu folgen- die lastende Verpflichtung nicht auf den glücklicheren Schultern der ukrainischen Katholiken des Byzantinischen Ritus ruht. 

Der Gedanke, dass der Segen jenen zu Recht erteilt werden kann, die sicher weiterhin unmoralisch   handeln wollen, ohne Bu und Absolution, hat massive Konsequenzen.

Jene, die planen weiterhin  Völkermord zu begehen, dürfen gesegnet und ermutigt werden, fortzufahren. Einbrecher und Betrüger...Vergewaltiger und Pädophile... Lügner...Mörder..."mach weiter Sonnenschein"  ist die Botschaft von den Sieben Hügeln. .

Bergoglio /Fernandez  haben jedem vorstellbarem Übel ihre Tür geöffnet. Ich erkenne an, daß dies alles wirklich ein kluger Trick ist, um bestimmte Aspekte der katholischen Lehre zu umgehen, insbesondere im Bereich der Sexualmoral; Aber das macht die Politik, offen gesagt, nicht weniger katastrophal oder weniger durch und durch böse.

Für uns alle wichtig macht Seine Seligkeit klar, dass (was auch immer auf die arme, eingeschüchterte Lateinische Kirche zutreffen mag) Bergoglio/Fernandez nicht Teil der Lehre der von Jesus von Nazareth gegründeten Universalen Katholischen Kirche.

Vor einigen Jahren hat Fr. Aidan Nichols unter den Bergoglio-Fernandez-Enthusiasten Entrüstung hervorgerufen, als er einen Vortrag darüber hielt, was ein zukünftiges Pontifikat tun muss, um die Katholische Lehre wieder herzustellen. Es ist interessant, dass Seine Seligkeit Patriarch Syjatoslav -das Licht kommt tatsächlich ex Oriente. .. angefangen hat, aufzuschreiben, was ein künftiges Pontifikat tun muss und tun wird.

Ställe ... Augias...

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J. Hunwicke

Fiducia Supplicans : Täuschungen und Tricks

Riccardo Cascioli und Stefano Fontana setzen sich bei La Nuova Bussola Quotidiana sehr kritisch mit Fiducia Supplicans und den dazugehörigen Erklärungen aus dem Vatican und speziell des Glaubens-Dicasteriums auseinander. Hier geht ´s zum Original:  klicken  

"DIE SEGNUNG HOMOSEXUELLER PAARE - ALLE TÄUSCHUNGEN VON FIDUCIA SUPPLICANS"

In diesem Sinne schlagen La Nuova Bussola Quotidiano und das Kardinal-Van-Thuân-Observatorium eine Gesamtbewertung der Erklärung Fiducia Supplicans vor. Wir haben seit ihrer  Veröffentlichung einige Zeit verstreichen lassen, um eine genaue und vollständige Reflexion zuzulassen. In der Tat wirft die Erklärung viele ernste Fragen auf, die separat, aber auch und vor allem in einem einheitlichen Rahmen behandelt werden müssen. Sie scheint einen fatalen Schritt getan zu haben, einen Wendepunkt in Lehre und Praxis der Kirche, eine Grenze scheint entscheidend überschritten worden zu sein. Einige Kommentatoren sprachen von einer "Katastrophe" und einem "Skandal". Das erfordert eine verantwortungsvolle und umfassende Analyse.

Die Stellungnahme wurde am 18. November 2023 veröffentlicht. Sie stammt vom Präfekten, Kardinal Victor Manuel Fernández, und ist mit der Ex-audientia-Formel von Papst Franziskus unterzeichnet. Sie wurde nicht von der Vollversammlung des Dikasteriums für die Glaubenslehre geprüft, sondern, wie es im Text heißt, nur von der Lehrabteilung. Die Formel der päpstlichen Approbation gehört zu den schwächsten: Sie scheint nur zu sagen, daß der Papst informiert wurde, was im Gegensatz zu der großen lehramtlichen Bedeutung steht, die eine Erklärung hat. Ähnliches war mit dem Responsum von 2021 geschehen, das bekanntlich das Gegenteil sagte und bei dem Franziskus seine Ungeduld nicht verheimlicht hatte. In diesem Fall hieß es am Ende des Textes nur, daß der Papst informiert worden sei.

Ein paar förmliche Bemerkungen

Zwei weitere formale Aspekte der Erklärung sind ebenfalls zu beachten. Der erste ist, daß sich die meisten lehramtlichen Hinweise auf Interventionen von Franziskus beziehen. Nie zuvor gab es so wenige Dokumente in Bezug auf das vorherige Lehramt. Darin heißt es, daß die Erklärung "auf der pastoralen Vision von Papst Franziskus basiert", als ob dies einzigartig wäre. Der dritte Grund ist, daß die Argumentation des Textes sehr schwach ist und sein Niveau im Vergleich zur argumentativen Struktur z.B. von Dominus Jesus (2000) entstellt ist, der ebenfalls eine Erklärung wie diese war, d.h. ein Dokument von hohem richterlichen Rang.

Die zentrale These der Deklaration

Fiducia supplicans argumentiert, daß die katholische Lehre über Ehe und Sexualität unverändert bleibt und daß die darin enthaltenen neuen Hinweise nur pastoraler Natur sind und als solche, ohne dies zu leugnen, das Responsum von 2021 vervollständigen, das sich nur auf den Bereich der Lehre beschränkt hätte. Die pastorale Neuerung bestünde in einer Revision der Bedeutung der Segnungen, die zusätzlich zu den bereits doktrinär geklärten Segnungen, die in liturgischen Kontexten stattfinden, auch Segnungen in nicht-liturgischen Kontexten vorsieht, die in der Erklärung als "privat" oder "spontan" bezeichnet werden.

Neues von Notre Dame de Paris

Die Restaurierungsarbeiten an der Pariser Kathedrale gehen weiter voran, wie die  Nachrichtenagentur Belga berichtet, ist ein belgischer Orgelbauer mit dem Neubau einer Kastenorgel für Notre Dame beauftragt worden. Hier geht  ´s zum Original:  klicken

"IN FLANDERN SOLL EINE KASTENORGEL FÜR DIE KATHEDRALE NOTRE DAME GEBAUT WERDEN"

Der flämische Orgelbauer Johan Debliek wurde beauftragt, eine kleine Kastenorgel für Notre Dame zu bauen, Die Wiedereröffnung der Kathedrale, die 2019 durch ein Feuer schwer beschädigt wurde, ist zum Ende dieses Jahres vorgesehen.

Debliecks Instrument soll keine der beiden Hauptorgeln der Kathedrale ersetzen, die 2019 relativ unbeschädigt überstanden haben. Seine Kasten-Orgel ist kleiner und beweglicher und wird oft als Begleitinstrument  für einen Chor -z.B. bei Aufführungen von Bachs Matthäus-Passion benutzt. 

"Ich war sprachlos, als sie mich mit diesem Auftrag angerufen haben" berichtete Deblieck."Dieses Gefühl hat wochenlang angehalten. Mein Beruf ist eine wahre Leidenschaft, sonst würde man nicht Orgelbauer." 

Im vergangenen  Monat wurde bekannt gegeben, dass die berühmte Kathedrale am 8. Dezember 2024 für das Publikum wiedereröffnet wird.  Der im Feuer eingestürzte Vierungsturm aus dem 19.Jahrhundert, ist bereits ersetzt worden. Nicht alle Renovierungsarbeiten werden 2024 abgeschlossen wein,  einige werden nach der Eröffnung weitergehen."

Quelle: belga news agency


Die Heiligen und die Hl.Schrift

Fr. D. Longenecker veröffentlicht auf seiner Website einem Beitrag über die Rolle der Heiligen für das Verstehen der Hl. Schrift. Hier geht s zum Original:  klicken

                   DIE HEILIGEN UND DIE SCHRIFTEN

Eines meiner Lieblingszitate von Papst Benedikt XVI ist "Die Schrift kann nur durch das Leben der Heiligen verstanden werden". Als ich das las -und ich vergesse, wo in den Schriften das vorkommt,- öffnete es mein Herz und meinen Geist auf neue Weise -sowohl für die Schriften als auch die Heiligen.

Der Kontext ist natürlich mein Hintergrund als evangelikaler Protestant- genauer, im Fundamentalismus erzogen worden zu sein. Wir haben die Bibel-Verse auswendig gelernt, sind alle Bibel-Geschichten gelehrt worden, kannten alle Charaktere der Bibel und haben die Bibel-Zeitleisten studiert und unsere soziale Welt war voller Bibel-Studien -jede Jugendgruppe hätte eine Bibel-Studie gehabt, es gab Bibel-Ferienlager., Bibel-Quizze, Bibel-Predigten zweimal am Sonntag, die 45 Minuten dauerten. Wir kannten die Bibel und als ich in England in ein Seminar ging, um zum Pastor für die Church of England ausgebildet zu werden, war ich verblüfft darüber, wie wenig meine Ordinations-Mitkandidaten  von der Bibel wussten- und sie kamen vom auf der Bibel gegründeten Evangelikalen Flügel der Church of England!  Ich hatte einen guten Start.

Das war eine wunderbare Grundlage nicht nut für den Dienst in der Church of England, sondern auch für ein Leben als Katholik und vielleicht als Katholischer Priester. Als Katholik fügte ich den Rest der Kirchengeschichte zur Bibelkenntnis hinzu und das schloss die Leben der Heiligen ein, die ich immer mehr anerkenne, verehre und bewundere. 

Die Beobachtungen Benedikts XVI halfen mir beides zu verbinden. Plötzlich sah ich, dass jeder Heilige auf machtvolle Weise -einen Teil der Bibel inkarnierte. Der Vers wurde nicht durch eine intellektuelle kritische Studie "interpretiert", sondern durch ein Leben innerhalb der Macht des Hl. Geistes- des selben Geistes, der zu den Schriften inspirierte.

Einige wenige Beispiele:  die Hl. Therese von Lisieux lebt aus dem "wenn ihr nicht werdet wie die kleinen Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich gelangen."  Der Hl. Franziskus lebte von "Füchse haben eine Höhle und  die Vögel der Luft haben ein Nest, aber der Menschensohn hat keinen Ort, wohin er seinen Kopf legen kann."  Der Hl. Benedikt "Mein Leben ist mit Christus in Gott verborgen".
Der Hl. Ignatius Loyola:" Legt die ganze Rüstung von Gott an...weil wir nicht gegen Fürstentümer und Mächte kämpfen."....Man könnte fortfahren. Das Leben der Heiligen zu lesen lässt die Schrift in Schönheit erstrahlen und in ihrer Relevanz volltönend. 

Als Katholik war ich dazu gekommen, die Schrift nicht so sehr als allein-stehenden Text zu sehen -eine Art Regelbuch für ein Christliches Leben oder als Quelle für die Christliche Lehre, sondern  vielmehr die lebendige Aufzeichnung des Wirkens des Heiligen Geistes in der Kirche, und dieses Werk wurde im Leben der Heiligen ausgelebt – nicht nur derer, die von der Kirche anerkannt wurden und mit "Heiliger“ vor ihrem Namen ausgezeichnet wurden, aber auch durch das Leben der alltäglichen Heiligen – meiner Gemeindemitglieder, meiner Mitpriester und Bischöfe und der vielen, vielen nichtkatholischen Jünger des Herrn Jesus, die auch durch ihren Glauben und Heldentum die Heiligen Schriften leben und sie zum Leben erwecken.

Das Zeugnis des Hl. Hieronymus dass "die Schriften nicht zu kennen, bedeutet, Christus nicht zu kennen" hat plötzlich eine tiefere Bedeutung. Die Schrift nicht zu kennen ist auch, die Heiligen, die lebende Dynamik der Kirche und die fortwährende flammende Aktivität des Hl. Geistes nicht zu kennen. "

Quelle: D. Longenecker

Mittwoch, 3. Januar 2024

Fr. Hunwicke spricht...

heute bei liturgicalnotes  über den Kommentar des ukrainisch-katholischen Patriarchen zur Bedeutung des Segens und der Lehre der Kirche zur Ehe und gleichgeschlechtliche Beziehungen - mit Blick auf die Erklärung Fiducia Supplicans. Hier geht  s  zum Original:  klicken

      ZURÜCKWEISUNG WESTLICHER IRRTÜMER  (1) 

Ein freundlicher ukrainischer-Ritus Freund hat mir Material, das auf die Byzantinisch-Katholische Kirche (UGCC) zurückgeht; Zwischen diesen Dokumenten habe ich ein wichtiges Lehr-Dokument von Seiner Seligkeit Patriarch Svjatoslav gefunden. In seiner gut begründeten Bekanntmachung (gegeben in Kiew, datiert mit dem 22. Dezember 2023) befasst sich Seine Seligkeit mit dem DDF- (d.h. mit Bergoglio/Fernandez)  Dokument, das den Segen so neu definiert, daß es legitim ist gleichgeschlechtliche Paare zu segnen...Fiducia Supplicans. 

Der Patriarch weist darauf hin (mit vielen Bezugnahmen), daß das Kanonische Recht am klaren liturgischen, theologischen, kanonischen und spirituellen Erbe festhält, dem alle gläubigen Ukrainer gehorchen und das sie in Ehren halten müssen. Er verweist darauf, daß die Bedeutung des Konzepts des Segnens der UGCC sich ^^von der Lehre der Lateinischen Kirche unterscheidet.

Der Segen kann nicht auf die Umstände und Bedürfnisse privater Frömmigkeit  reduziert werden. "Gemäß der Tradition des Byzantinischen Ritus , bedeutet das Konzept des Segnens  Zustimmung, Zulassung oder sogar das Anordnen einer bestimmten Handlungsweise. Es ist offensichtlich, daß das Segnen durch den Priester...auf keine Weise der Lehre der Katholischen Kirche über die Familie als gläubige, unauflösliche und fruchtbare Vereinigung der Liebe zwischen einem Mann und einer Frau widersprechen kann, die unser Herr zur Würde des Heiligen Sakramentes der Ehe erhoben hat. Die Dienstbereitschaft der Hirten  verlangt von uns, doppeldeutige Gesten, Äußerungen und Konzepte zu vermeiden, die das Wort Gottes und die Kirchenlehre verdrehen." 

Quelle: liturgicalnotes, Fr. J.Hunwicke

WIE KÖNNEN WIR UNSER SPIRITUELLES LEBEN VOR DER NACHRICHTENFLUT BEWAHREN?

Peter Flanders setzt sich in einem Artikel für OnePeterFive anlässlich des Hypes um Fiducia Supplicans  mit der Nachrichtenflut auseinander und mit der Frage, ob die für uns eher hilfreich oder schädlich ist. Hier geht ´s zum Original: klicken

"DIE OPTION DES MITTELALTERLICHEN BAUERN"

Kurz nachdem die schreckliche Nachricht aus dem Vatican über das Segnen "gleichgeschlechtlicher Paare" kam, habe ich mich zu bereits geplanten Weihnachts-Exerzitien zurückgezogen.  Gott sei Dank konnte ich mich ganz von der Arbeit, von Nachrichten  und allem außerhalb  der vier Wände meines Heimes, meiner Pfarrei und meiner Gemeinde ausklinken. 

Das war die Erfahrung von spirituellem Glück.

Nach etwa 5 Tagen kehrte ich zu meiner Frau zurück und sagte: " 
Weißt Du, in diesen fünf Tagen war mir nicht bewußt, daß es einen Vatican gibt, oder daß der Vatican irgendetwas tut." ich lachte vor mich hin und fühlte eine große Freiheit, in der Lage zu sein für eine Weile "loszulassen und Gott zu lassen"

Ich konnte mit meinem Katholischen Leben fortfahren: die Sünde besiegen, Tugend erwerben, vor der Krippe knien- unter meinen kleinen Kindern  Zuckerstangen und heisse Schokolade verteilen und die 12 Weihnachtstage zählen.

Meine Kinder haben dieses Jahr jeden Tag auf  unsere Liturgie des Hauskalenders geschaut und gefragt, welcher Tag von Weihnachten heute ist. Sie kennen und lieben das Lied und meine Kinder  sind begeistert, wenn sie die kommenden Dinge finden. Heute war es ein bißchen schwierig:  neun tanzende Damen repräsentieren die neun Chöre der Engel. Versuchen Sie, ob Sie sie für sich finden können.
 
                                     Neun Engel-Chöre

Dienstag, 2. Januar 2024

Kulturkampf oder Spiritueller Krieg ?

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Beitrag von Ettore  Gotti Tedeschi über die aktuelle spirituelle Krise. Hier geht  zum Original:  klicken

"ES FINDET EIN GEISTLICHER KRIEG STATT, KEIN KAMPF DER KULTUREN."

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, wir bieten Ihnen diese Überlegungen von Prof. Ettore Gotti Tedeschi an,  dem wir von ganzem Herzen danken. Viel Spaß beim Lesen und Teilen.

§§§

Sehr geehrter Herr Dr. Tosatti, für den ersten Tag des Jahres 2024 möchte ich den SC-Lesern eine Reflexion vorschlagen, die ich für die ursprünglichen Stimuli interessant fand (früher wären sie als üblich und sogar nutzlos angesehen worden). Diese Überlegung (die ich in meinen eigenen Worten zusammenfasse) stammt aus einem Artikel, der in der letzten Ausgabe des Jahres 2023 in der Zeitschrift <The European CONSERVATIVE >. Der Titel ist Programm: "Die Religion des Antichristen" und wurde von dem bekannten irischen Philosophen Mark Dooley geschrieben, einem geistlichen Schüler von Kardinal John Henry Newman sowie einem Schüler des großen Philosophen Roger Scruton. Warum fand ich diesen Artikel interessant? Weil er den Mut hat, Dinge zu sagen, die manche denken, aber "intellektuell nicht aussprechen" können. "Intellektuelle Angst" ist ein Gefühl, über das wir in diesen Zeiten nachdenken sollten.

Mark Dooley sagt uns, daß der größte Fehler, den wir (Katholiken) heute machen können, darin besteht, zu glauben, daß es einen "Kulturkampf" über die Werte gibt, die gelebt und gepredigt werden müssen.

Das ist ein Fehler, weil es davon ausgeht, dass es in diesem speziellen Bereich zwei rivalisierende Kulturen gibt, die aufeinanderprallen. Aber das stimmt nicht, erklärt Dooley. Denn diejenigen, die Feinde der Zivilisation sind, des Wertes des menschlichen Lebens und seiner einzigartigen Würde, haben keine wahre Kultur.

Deshalb sind diese Feinde, die diese kulturellen und spirituellen Werte des Westens zerstören wollen, gekommen, um die "Widerständler" zu erschrecken und einzuschüchtern, während sie alles zerstören, was über das Teuflische und Dunkle hinausgeht. Wahre Kultur setzt Schönheit, Ordnung, Harmonie und... Heiligkeit. Heiligkeit, ein Wort, das sogar innerhalb der Kirche vernachlässigt wird. In dieser Welt, mit der wir um jeden Preis über jedes Thema einen Dialog führen müssen, scheint der Mensch nicht sehr als "göttlich" zu gelten oder auch nur wegen seiner einzigartigen Würde einen einzigartigen Respekt zu verdienen.

Deshalb, erklärt Dooley, müssen wir uns nicht in einen Kulturkampf verwickelt fühlen, sondern in einen tödlichen "spirituellen Konflikt". Wo das Schlachtfeld das Leben, die Familie, die Erinnerung, die Naturgesetze usw. sind. Aber es ist auch ein Schlachtfeld, auf dem erkannt werden muss, daß der eigentliche Angriff auf den Schöpfer und auf die Schöpfung gerichtet ist, die durch eine säkular-pseudowissenschaftliche Genese ersetzt werden muss.

Dooley schlägt vor, daß das Thermometer der Angst darin liegt, ob wir den Mut haben, von der Existenz des "Bösen" als einer spirituellen Kraft zu sprechen, die auf die Vernichtung des Menschen als Geschöpf Gottes abzielt. Zeug aus dem Mittelalter, düster? Wenn wir denken, daß es der Stoff des Mittelalters ist, dann stellen wir auch den Wert des Lebens in Frage, vernachlässigen wir es, die Unschuld der Kinder zu verteidigen, indem wir zulassen, daß sie als "Bekräftigung ihrer Rechte" getarnt wird ... Aber gerade die Schnelligkeit und sogar Heftigkeit, mit der sich dieser Angriff auf die Werte im letzten Jahrzehnt mit solch schamloser Vulgarität entwickelt hat, erklärt offenbar, daß es sich nicht um einen "Kulturkampf" handelt, sondern um einen Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Licht und Finsternis, zwischen Heiligem und Profanem.

Bedeutet das, das Risiko einzugehen, daß man sich einbildet, man glaube an das Böse als metaphysische Wesenheit, und damit die ganze Welt über diese Erklärungen und diejenigen, die sie vorschlagen, lachen zu lassen? Finde es heraus! Christus selbst, bevor er von Krankheiten heilte, trieb Dämonen aus.

Aber ist der Gläubige am Ende auch davon überzeugt, daß sein Glaube die Antwort und Erklärung auf jedes Warum und Geheimnis sichert, das Hoffnung lässt? Ist er überzeugt, daß er "das Beste von allem, was getan und gesagt wurde", besitzt? Wenn er das glaubt, muss er diese Werte verteidigen, nicht "trotz" der Welt, die sich ihm widersetzt, sondern "gerade wegen". Die Zivilisation steht auf dem Spiel. Vielleicht hat es noch nicht jeder verstanden.

Vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft.

Ettore Gotti Tedeschi

Quelle: M. Tosatti, Stilum Curiae, E.G. Tedeschi

Papst Franziskus, Tucho Fernandez und das nächste Konklave

In seiner gestrigen Kolumne für Monday at the Vatican kommentiert auch A. Gagliarducci die Erklärung "Fiducia Supplicans" und bedenkt ihre Auswirkung auf das nächste Konklave. 
Hier geht ´s zum Original: klicken

"PAPST FRANZISKUS UND DAS NÄCHSTE KONKLAVE" 

Der Knall am Ende des Kalenderjahre 2023 klingt noch nach und wird in 2024 weiterhin Erschütterungen auslösen. Ich spreche über das "frühe Weihnachtsgeschenk" von Papst Franziskus durch seine Haupt-Lehramts-Abteilung und ihren neuen Präfekten Kardinal Victor Manuel "Tucho" Fernandez. 

Die Erklärung Fiducia Supplicans des Dicasteriums für die Glaubenslehre bietet die Idee eines "nicht-rituellen" Segens für Paare in irregulären Verbindungen  an (d.h. Paare die aus Geschiedenen bestehen, die entweder in Kohabitation oder in zivilen Ehe leben) oder gleichgeschlechtliche Paare an. Das Dokument besteht darauf, daß die Ehe Mann und Frau vorbehalten bleibt und daß irregulären oder gleichgeschlechtlichen Paaren kein Segen erteilt werden kann. Der Autor von Fiducia Supplicans besteht weiter darauf, daß ein Segen auf kreative Weise gespendet werden kann, so daß denen, die die Gnade suchen, die pastorale Begleitung nicht verweigert wird.

Die Reaktionen auf das Dokument reichten von enthusiastisch - vom Vorsitzenden der österreichischen Bischofskonferenz, der im Prinzip sagte, dass Priester jetzt jedes Paar segnen müssen, die das fordern- bis zu lauwarm- siehe USA; Canada, Spanien und einige andere- bis zu eisig -in Polen an großen Teilen des globalen Südens -bis zu Ungläubigkeit und vollkommener Ablehnung aus mehreren Ländern Afrikas  und einer größeren Kirche sui iuris- der Ukrainisch-Griechisch-Katholischen Kirche. 

Das Dokument bleibt in seiner Sprache vage, unpräzise und lässt Raum für viele Interpretationen. Und  so haben verschiedene Bischofskonferenzen in Afrika, aber auch die Ukrainisch-Griechisch-Katholische Kirche und des Lateinischen Ritus in der Ukraine bis hin zu den Bischöfen Ungarns, hielten es für nötig, ihren Gläubigen zu erklären, dass die  Segnung homosexueller Verbindungen nicht erlaubt ist. 

Sie stellen fest, daß es möglich ist einzelne Personen zu segnen, aber das war immer so und wurde 2021 durch die Antwort der Doktrin-Abteilung des Vaticans bestätigt, die sich auf das 1986 veröffentlichte, von der Glaubenskongregation verfaßte Dokument zur pastoralen Versorgung homosexueller Personen  stützt.  

Kurz gesagt, es gab ein Problem mit der Klarheit.#

Fundstück

CNA berichtet über einen Studientag zum Vermächtnis von Papst Benedikt XVI im Vatican. n                Hier geht s zum Original:  klicken

unter dem Titel: 

"EIN JAHR NACH BENEDIKTS TOD: STUDIENTAG WÜRDIGT VERMÄCHTNIS DES PAPSTES"

beginnt der Bericht so - ZITAT :

Ein Jahr nach dem Tod von Papst Benedikt XVI. treffen sich zum Gedenken an den verstorbenen Pontifex Wissenschaftler, Experten und Freunde am 30. und 31. Dezember im Saal Benedikt XVI. auf dem Campo Santo Teutonico im Vatikan. 

Die Vatikanische Stiftung Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. organisiert das Programm des Studientags in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.  Zu den Teilnehmern gehörten u.a. Pater Federico Lombardi, Erzbischof Msgr. G. Gänswein, Kardinal L. Müller

           

Quelle: CNA; EWTN

Montag, 1. Januar 2024

Heute vor 1023 Jahren...

Zu Beginn des Neuen Jahres erinnern wir uns an die Krönung von Ungarns erstem christlichen König, dem Hl. Stephan, am1.Januar1001.

Kantate zum Neujahrstag

 J. S.Bach, BW 190 :   Singet dem Herrn ein neues Lied.  

Zum Jahreswechsel nach einem Annus horribilis

Messa in Latino veröffentlicht Alessandro Ricos Jahresbilanz für 2023 und einen Blick in die Zukunft.-speziell mit Blick auf die Auswirkungen von Fiducia Supplicans.  
Hier geht ´s zum Original: klicken

NACH DEM ANNUS HORRIBILIS DER KIRCHE: EINE BILANZ MIT BLICK AUF DIE ZUKUNFT - FIDUCIA SUPPLICANS   

Liebe Freunde, als Neujahrsgeschenk freuen wir uns, Ihnen dieses wunderschöne Stück von Alessandro Rico anbieten zu können, das in der gestrigen La Verità erschienen ist. Es scheint uns eine sehr treffende Analyse der aktuellen kirchlichen Ereignisse zu sein, und wir freuen uns, sie Ihnen am ersten Tag des Jahres 2024 zur Reflexion vorzulegen. Möge das Jahr, in dem wir beten, unzählige Segnungen für uns bereithalten und den großen Trost, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

                               Auxilium Christianorum, ora pro nobis!

Erinnern wir uns daran, dass bis heute viele Bischöfe bereits erklärt haben, dass 
sie sich nicht an Fiducia Supplicans halten werden. Sie verbieten es ihren Pries-
tern und weigern sich, die darin angegebenen Segnungen zu erteilen: HIER ist 
die Liste und HIER sind die anderen Beiträge von MiL zur Erklärung.

RATZINGER VERLANGSAMTE DIE DRIFT NACH 
LINKS. NUN IRRITIERT AUCH BERGOGLIO DIE 
CLAQUE

Ratzinger verlangsamte die Drift nach links. Nun irritiert auch Bergoglio
die "Claque"
                                                                 von Alessandro Rico
Der Tod des deutschen Theologen veranlasste die Progressiven, die Reformen zu beschleu-
nigen. Doch mit den Segnungen für homosexuelle Paare sind sie zu weit gegangen: 
Franziskus erntet Kritik aus dem Klerus der "Peripherien" und sogar aus der befreundeten 
Presse
Für die Kirche war dies ein annus horribilis. Der Tod von Benedikt XVI. am 31. Dezember 
2022 öffnete die Büchse der Pandora und veranlasste die Progressiven, die Agenda des am-
tierenden Papstes zu beschleunigen, der nun von einem störenden "Doppelgänger" befreit
ist. Aber das Jahr 2023 endet nicht mit dem Triumph der Reformisten, der Unterwerfung 
der Fanatiker und dem begeisterten Applaus der Gläubigen.

Auch Msgr. ICS gedenkt Benedikts XVI

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae den Beitrag von Msgr,.(jetzt Erzbischof ) Ics zum 1.Jahrestag des Todes von Benedikt XVI. Hier geht ´s zum Original: klicken

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, ein frohes Neues Jahr mit diesem Gedenken an Benedikt XVI. durch Erzbischof Ics. Viel Spaß beim Lesen und Verbreiten.

                                                                         §§§

ERZBISCHOF ICS ZU TOSATTI: AUCH ICH MÖCHTE  PAPST BENEDIKTS AUF MEINE WEISE GEDENKEN. 

Im Gedenken an Benedikt XVI. Der Philosoph Paolo Flores d'Arcais schließt sein Buch "Die obskurantistische Herausforderung des Joseph Ratzinger" (2010) mit den Worten: "Wird es dem obskurantistischen Plan von Papst Ratzinger gelingen, sein Ziel zu erreichen?" und schließt dasselbe letzte Kapitel mit den Worten: "Der Tag, an dem (die Kirche des Schweigens des 3. Jahrtausends ... in der Praxis die des Nachfolgers. Anm. d. Red.) das Wort ergreifen wird, wenn er es jemals ergreift (...) wird sich Ratzingers Reconquista auflösen, wie Träume und Vampire im Morgengrauen." Prophetisch?

Ich möchte ganz kurz daran erinnern, worin Ratzingers Reconquista bestand: "Die Möglichkeit, bestimmte Schlussfolgerungen (z.B. die Ökumene) des Zweiten Vatikanischen Konzils zu revidieren. – Indem wir das Konzept der Keuschheit vorschlagen. - In der Verweigerung von Abtreibung und Euthanasie. - In der notwendigen Wiederaufnahme der Evangelisierung durch die Wiederherstellung der Wahrheit des Evangeliums. – Zur Verteidigung der christlichen Wurzeln der abendländischen Zivilisation.- Zur Verleugnung der neomalthusianischen Lehren. – In der Verleugnung des Relativismus, des Modernismus, des Nihilismus, der Aufklärung. – In der Ablehnung jenes Umweltschutzes, der die Würde des Menschen ignoriert. – In der harschen Zurechtweisung, vor allem gegenüber der Römischen Kurie ("wie viel Schmutz gibt es in der Kirche...").

Wir vermissen Ratzinger sehr. Beim Angelusgebet am Sonntag, 31. Dezember, bat Papst Franziskus Benedikt XVI. um Segen, Begleitung und Hilfe.

So sei es.

Msgr. .ICS

Quelle: M.Tosatti, Stilum Curiae, Msgr. Ics

 

Benedikt XVI und seine Beziehung zur Orthodoxie

Anlässlich des 1. Todestages von Papst Benedikt XVI veröffentlicht La Nuova Bussola Quotidiana ein Interview, in dem Nico Spuntoni den ehemaligen Assistenten Pater Stephan O. Horn des Verstorbenen zur Orthodoxie und zur Ökumene befragt. Hier geht´ s zum Original: klicken

"ICH SPRECHE ZU IHNEN ÜBER DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN RATZINGER UND DER ORTHODOXEN WELT" 

Von seinen Anfängen als junger Universitätsprofessor in Bonn bis zu seinem Petruswirken hat Ratzinger bei vielen Gelegenheiten den Dialog mit der orthodoxen Welt gepflegt und sich für eine "Reinigung des Gedächtnisses" eingesetzt. La Bussola interviewt Pater Horn, seinen langjährigen Assistenten.

Einer der weniger bekannten Aspekte von Joseph Ratzingers Denken ist sein großer Respekt und seine aufrichtige Sympathie für die Orthodoxie. Im Kloster Mater Ecclesiae, in das er sich nach seinem Rücktritt zurückzog und wo er vor einem Jahr, am 31. Dezember 2022, starb, wünschte sich der nun emeritierte Papst nachdrücklich, daß eine russische Ikone mit der Darstellung der Muttergottes "mit Blick auf die Demut" am Eingang aufgehängt wird. Es war das sehr willkommene Geschenk, das ihm sein Nachfolger Franziskus bei seinem ersten Besuch nach der Wahl in Castel Gandolfo gemacht hatte. Bergoglio hatte es von Hilarion, dem "Außenminister" des Patriarchen Kyrill von Moskau, erhalten. Die (erwiderte) Bewunderung für die orthodoxen Kirchen täuscht über ein weiteres Klischee hinweg, das Ratzingers öffentliches Bild zur Zeit der Veröffentlichung von Dominus Iesus begleitete: Der Panzerkardinal war kein Feind der Ökumene, sondern hatte eine ökumenische Vision, die dem "authentischen Geist des Konzils" entsprang. Eine Vision, in der die auch vom amtierenden Papst wiederholte Überzeugung zum Ausdruck kam, daß "unter den Kirchen und christlichen Gemeinschaften die Orthodoxie uns theologisch am nächsten steht".

Ein unmittelbarer Zeuge der Beziehung zwischen Ratzinger und der christlich-orthodoxen Welt ist Pater Stephan Otto Horn, sein Universitätsassistent in Regensburg und späterer Präsident des Schülerkreises. Der Salvatorianer, einer der Männer, die Benedikt XVI. bis zum Schluss am nächsten standen, sowie Gründer eines wissenschaftlichen Zentrums für Ost- und Weststudien, das dem Heiligen Ephräm in Wien gewidmet ist, sprach darüber in diesem Interview mit La Nuova Bussola.

Pater Horn, wann begann Joseph Ratzingers Interesse an der orthodoxen Welt?

Das Tor zur geistigen Welt der Orthodoxie wurde dem jungen Professor Joseph Ratzinger von zwei talentierten jungen orthodoxen Theologen aus Griechenland geöffnet, die bei ihm promovieren wollten. Sie sprachen ihn in Bonn an, wo er 1959 die erste Phase seiner Universitätslaufbahn begonnen hatte und wo die Studenten in Scharen zu ihm strömten. Auch sie sollten später für ihn wichtig werden: Damaskinós Papandreou, damals Sekretär des Panorthodoxen Rates, und Stylianos Harkianakis, damals Erzbischof von Australien, der eines Tages sein Gesprächspartner in der Leitung der Kommission für den Dialog zwischen den orthodoxen Kirchen und der katholischen Kirche werden sollte. Es ist möglich, daß er in dieser frühen Zeit die sogenannte eucharistische Ekklesiologie der russischen Exiltheologen kennenlernte und darauf sowohl mit Zustimmung als auch mit Kritik reagierte.

2024

ALLEN EIN GESEGNETES, GUTES NEUES JAHR!