Montag, 20. Dezember 2021

Kommt jetzt die lange erwartete Kurienreform?

In seiner heutigen Kolumne in Monday in the Vatican  kommentiert A.Gagliarducci den derzeitigen Stand der päpstlichen Reformen, den bisherigen modus operandi und das mögliche weitere Vorgehen des Pontifex, nebst die dazugehörigen Gerüchte. 
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"PAPST FRANZISKUS, ES IST DIE ZEIT DER REFORMEN" 

In der Pressemitteilung nach dem letzten Treffen des Kardinalsrates, das am 13. 14. und 15. Dezember im Vatican stattfand, gab es ein interessantes Detail. Zum ersten mal erwähnt der Text der Mitteilung sich nicht auf Praedicate Evangelium, den Text der Kurienreform, der seit Einrichtung des Rates Hauptthema der Diskussionen war.

Ein Signal? Vielleicht. Tatsächlich gab es in den letzten Monaten Gerüchte, daß die Kurienreform Mitte Dezember beendet sein werde. So scheint es ein klares Signal zu sein, daß der Papst die Gruppe der Kardinäle trifft, die ihm (theoretisch) beim Regieren der universalen Kirche helfen sollten und spricht mit ihnen über "die politische und -Gesundheitslage", die Pandemie und den Synodalen Weg und den externen Bericht von Kardinal Mario Grech.

Wann könnte der Text der Kurienreform veröffentlicht werden? Die Ankündigung könnte genau am 23. Dezember  bei der kanonischen Grußrede von Papst Franziskus an die Kurie stattfinden. Alles weist auf dieses Datum hin, allerdings ohne Garantie.

Nach der Ankündigung der Reform könnte Papst Franziskus für die Ankündigung der neuen Präfekten sorgen und dann das seit November erwartete Konsistorium einberufen, das frühestens für den 2. Januar, den Tag nach dem Weltfriedenstag angekündigt werden könnte.

Wie wird die Kurienreform aussehen? Viele Inhalte der Reform sind bereits durch die Beschlüsse von Papst Franziskus vorweg genommen worden: einige Dicasterien wurden bereits zusammengelegt, andere sollen es werden, während der Papst schon in vielen Fällen die Norm anwendet, daß Personen nicht länger als zehn Jahre in hohen Vatican-Ämtern verbleiben können, bevor sie in die Diözese zurückkehren. Wenn der Papst anfangen will, Dinge zu ändern, benutzt er in allgemeinen die Methode der Kommissionierung und Kommissare, 

Am Anfang gab es Kommissionen für die wirtschaftlichen und administrativen Aktivitäten des Hl. Stuhls (COSEA) und für das IORE (CRIO) mit dem Ziel eine Reform der Vatican-Finanzen zu beginnen. 

Diese Reform der Vatican-Finanzen ging nach dem Prinzip Versuch und Irrtum vor sich und schuf darüber hinaus bis heute ein Klima der Spaltung. Papst Franziskus unterstützte Entscheidungen, wich dann zurück, nahm alte Regelungen wieder auf- in einem fortwährenden zurück und vorwärts, was ein Klima der Unsicherheit schuf. Diejenigen, die jetzt die Zügel der Vatican-Finanzen in den Händen halten, handeln während eines fortlaufenden Prozesses im Vatican eher außerhalb der Reformen als Säuberungen vorzunehmen, was zu neuen Fragen führt. 

Sonntag, 19. Dezember 2021

Tweet zum Tage...

Die Antwort des Kardinals, der einmal Präfekt der Liturgiekongregation war, auf die Responsa, die sein ehemaliges Dicasterium auf Geheiß des Papstes auf die angeblichen Dubia einiger Bischöfe zu Traditionis Custodes veröffentlicht hat? 

Magnificat...

                                                 Magnificat anima mea Dominum

               

RC (Rieducationis Custodes) statt TC

Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae den Kommentar von "Missa Latino" zu den Antworten der Liturgie-Kongregation zu Fragen zu Traditionis Custodes und ihrem Begleitbrief.
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"RIEDUCATIONIS CUSTODES" : DER KOMMENTAR VON MESSA IN LATINO AUF DIE ANTWORTEN VON ROCHE!

Liebe Freunde und Feinde, in Papst Bergoglios Vatican antwortet ab und zu jemand auf Dubia, wenn es ihm passt und ihm danach ist. Nachfolgend finden Sie den Artikel, mit dem die Redaktion von Missa in Latino auf die Responsa der Kongregation für den Gottesdienst zu Fragen im Zusammenhang mit dem plötzlichen, gewalttätigen und spalterischen motu proprio Traditionis Custodes antwortet. Gute Lektüre. 

"Rieducationis Custodes: unser Kommentar zu den Responsa zu #traditioniscustodes"

Die Responsa der Kongregation für den Gottesdienst zur Anwendung von Traditionis Custodes sind "apokalyptisch" (im etymologischen Sinne), d. h.  sie enthüllen vollständig die Kriegserklärung des Heiligen Vaters an die Gläubigen, die mit der traditionellen Liturgie verbunden sind. HIER unser gestriger Post gestern mit dem Volltext und den ersten Überlegungen.

Es ist nicht mehr möglich, sich weiterhin vorzumachen, daß es keinen Angriff gibt oder daß es am Ende nur eine Rückkehr zum Indult wäre. Für diejenigen, die es am 16. Juli immer noch nicht klar verstanden haben, kommen die gestern veröffentlichte Responsa, um klarzustellen, daß:

 - der Heilige Vater die traditionelle Liturgie nicht nur regeln, sondern ausrotten und beenden will

- zu diesem Zweck beabsichtigt, das liturgische Leben der Gläubigen und der traditionellen Gemeinschaften aufzubrechen (nur die Messe, keine anderen Sakramente);

- das vorübergehende Überleben wird nur zu dem Zweck gewährt wird, um sie umzuerziehen, damit sie sich entscheiden, sie vollständig aufzugeben und nur und ausschließlich am Novus Ordo teilzunehmen;

- der Heilige Vater  mit anderen Worten wünscht, daß es in der Weltkirche bald kein "Introibo ad altare Dei" mehr gibt.

Alles das unter dem Vorwand einer weit verbreiteten "antikonziliaren" Mentalität (ohne jemals zu sagen, wie viele das sind und in welcher Form usw,  die im gegenwärtigen Niedergang mit besonderer Grobheit gegen die "Volksfeinde" wüten").

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute noch einmal über die "Responsa" der Liturgiekongregation auf die angeblichen Dubia zu TC und hat -deutlich verärgert- dabei die Samthandschuhe ausgezogen.
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                               "IMMER BÖSARTIGER"

Mein Dank gilt einem Leser, der mich darauf aufmerksam gemacht hat, daß neben den englischen, deutschen, italienischen und spanischen Versionen der lateinische Text für Traditionis custodes erschienen ist.

Ich habe diese Worte vor drei Tagen entworfen und geschrieben. Seitdem sind Responsa ad Dubia aus der Liturgiekongregation aufgetaucht. Es ist bemerkenswert, wie zutreffend meine Kommentare waren, bevor ich dieses neueste bergoglianische Dokument zu Gesicht bekam. Ich werde daher IN SCHWARZ veröffentlichen, was ich ursprünglich für heute Morgen entworfen habe, mit den heutigen Ergänzungen (oder Modifikationen) in ROT.

Die Leser werden sich daran erinnern, daß der gemeinste und gehässigste Artikel 4 war, der verlangt, daß ein Priester, der nach der Verkündung des Motu proprio geweiht wurde und den authentischen Gebrauch des römischen Ritus feiern möchte, eine formelle Petition an seinen Bischof richten muss, der vor der Gewährung, "den Apostolischen Stuhl konsultieren soll." 

Gemeiner und böser: in der 'neuen' lateinischen Version wird konsultieren in "bitten um" (rogabit) eine licentia -Erlaubnis-vom Heiligen Stuhl geändert. Ich habe die anderen modernen Sprach-Versionen überprüft: sie haben alle, wie die englische auch- "konsultiert"; Berater; beraten. Aber "konsultieren“ impliziert eine gewisse Gleichberechtigung zwischen den Parteien. Das ist nicht das bergoglianische Ethos. Auf die Knie! Und das schnell!

Daher wurde in den neuesten Responsa das Wort KONSULTIEREN, das in all diesen volkssprachlichen Versionen vorhanden ist, geändert. Ich hätte "eliminiert" schreiben sollen. Tatsächlich ist BERATUNG jetzt vom Tisch. "Es ist nicht nur eine beratende Stellungnahme, sondern eine notwendige Genehmigung, die dem Diözesanbischof von der Liturgiekongregation erteilt wird." Uns wird mitgeteilt, daß "der lateinische Text ... der offizielle Text ist, auf den verwiesen wird". Wie die Bischöfe auf einen lateinischen Text "verweisen" sollen, der bis vor wenigen Tagen noch nicht erschienen war, mögen die Leser  sich fragen.

Das war eindeutig eine politische Entscheidung zur Verschärfung. Um ein Schlupfloch zu  schließen.

Samstag, 18. Dezember 2021

Heute vor 10 Jahren...

am 18. Dezember 2011 besuchte Papst Benedikt XVI das Rebibbia-Gefängnis in Rom. Vaticab.va hat die Ansprache des Hl. Vaters an die Gefangenen und seine Antworten auf ihre Fragen dokumentiert.

Hier  und hier geht´s zu den Originaltexten. 

"Dabei helfen, sich selbst wiederzufinden, helfen bei der Versöhnung mit sich selbst voranzugehen, mit den anderen, mit Gott, dem Fortschritt der Menschheit helfen"

Notre Dame....Aufregung um die bekannt gewordenen Restaurierungspläne des Kircheninneren.

Der Direktor des Acton-Institutes, Samuel Gregg kommentiert bei Firstthings die an die Presse durchgesickerten Pläne zur Neugestaltung des Innenraums von Notre Dame de Paros nach dem Brand. Hier geht´s zum Original:  klicken

      "WIEDERHERSTELLUNG VON NOTRE DAME"

Abgesehen von den Liturgiekriegen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil lösen wenige Themen eine heftigere Auseinandersetzungen innerhalb der katholischen Diözesen aus als die Architektur – genauer gesagt Vorschläge zur Renovierung von Kirchenbauten und -Innenräumen.

Man muss kein Enthusiast des gegenreformatorischen Barocks sein, um zu erkennen, daß ab Ende der 1950er Jahre in vielen westlichen Ländern im Namen der Erneuerung eine zeitgemäße Entkernung der Altäre vorgenommen wurde. Joseph Ratzinger nannte es in "Der Geist der Liturgie"  einen "neuen Bildersturm“, der "viel Kitsch und unwürdige Kunst beseitigte, aber letztendlich ... eine Leere hinterließ." Jahrzehntelang, so scheint es, war Schönheit out, und eine Mischung aus Infantilismus und neostalinistischem Brutalismus in.

Heutzutage sind katholische Laien nicht schüchtern, wenn es darum geht, jene herauszufordern, die das Innere von Kirchen "updaten" (wie der Euphemismus heißt) wollen. Selbst manche Katholiken, die sich als "progressiv" beschreiben, sind dagegen Altar-Schranken herauszureißen, Tabernakel in eine Seitenkapelle in der Krypta zu verbannen oder die Wände des Sanktuariums mit Kunst zu dekorieren, die mehr als nur entfernte Ähnlichkeit mit den Kritzeleien eines Kindergartenkindes hat. 

Kurz gesagt, es steht bei diesen Diskussionen mehr auf dem Spiel als nur ästhetische Streitereien, Sie berühren Konflikte vom Zweck der Messe bis dazu, was die Kirche über den Inhalt der Christlichen Glaubens vermitteln sollte. Kirchenarchitekten verstehen, daß das Design eines Gebäudes beeinflussen kann, was Gläubige und Nichtgläubige über das Christentum denken. Das tun auch viele normale katholische Kirchengänger, die glauben, daß ihre Kirchen weder Museen für Touristen noch das kirchliche Äquivalent zum Filmset von Kampfstern Galactica sein sollten. 

Einige dieser Spannungen sind kürzlich in den öffentlichen Blickpunkt gerückt, als die Pläne für die Rekonstruktion des Inneren der Pariser Kathedrale Notre-Dame  in die Britische Presse "geleakt" wurden. Das vorgeschlagene Neu-Design beinhaltet einen "Entdeckungs-Pfad" der Besucher durch 14 Themen-Kapellen führen soll, wobei in jeder ein Text auf die Wand projiziert wird und jede mit einem zeitgenössischen Kunstwerk, um "einen fruchtbaren Dialog zwischen zeitgenössischer Schöpfung und der Kirche zu schaffen", was immer das bedeuten mag. Der Plan schlägt auch fas Entfernen zahlreicher klassischer Skulpturen und der meisten Beichtstühle vor, und Ton-Licht-Shows um "emotionale Räume" zu schaffen und die christliche Grundlehre in vielen Sprachen zu erklären, helle "mobile Bänke" (zur Seite geschoben werden können, um nach der Messe mehr Raum für die Touristen zu schaffen) zu installieren und die farbigen Glasfenster und Kapellen-Wände mit zeitgenössischen abstrakten Gemälden von Wolken zu verdecken. 

Fundstück

Michael Charlier kommentiert für die web-site Summorum-Pontificum die Antworten der Liturgie-Kongregation auf die von einigen Bischöfen zu  Traditionis Custodes und dem Begleitschreiben formulierten "Dubia".
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Unter dem Titel

      "DIE AUSFÜHRUNGSBESTIMMUNGEN SIND DA"

beginnt der Kommentar so-  ZITAT

"Die Gottesdienstkongregation unter der Leitung von A. Roche hat heute die erwarteten „Ausführungsbestimmungen“ zu TC veröffentlicht. Sie wählte dazu die Form einer „Antwort auf Dubia“, die an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen gerichtet ist. Das ist insofern erheiternd - entspricht aber dem Stil des Regimes - als vermutlich keine Bischofskonferenz entsprechende Dubia eingereicht hat, diese gefakten Dubia aber dann im Gegensatz zu den echten der vier Kardinäle von 2016 prompt „beantwortet“ wurden. Diese Form erlaubt es Roche&Co, ganz nach Gutdünken weitere Bestimmungen nachzuschieben. Die kirchliche Gesetzgebung - oder das, was das Regime dafür ausgibt - entsteht quasi „on the fly“. Auch das perfekt im Stil des Hauses." (,,,)

Quelle: M. Charlier, Summorum Pontificum

Der Hl. Stuhl antwortet auf die Dubia zum motu proprio Traditionis Custodes

Vaticannews veröffentlicht die Antwort der Liturgiekongregation auf die von mehreren Bischöfen formulierten Dubia zum motu proprio Traditionis Custodes und zu seiner Anwendung.
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"FEIER DES ALTEN RITUS: DER HL. STUHL ANTWORTET AUF DIE FRAGEN DER BISCHÖFE"

Ein Brief des Präfekten der Liturgiekongregation an die Bischofskonferenzen begleitet die Veröffentlichung der Antworten auf Fragen der Ortskirchen bzgl. der Anwendung des motu proprio "Traditionis Custodes", das im vergangenen Juli in Kraft trat

von Vatican News

Elf Dubia wurden bezüglich der Anwendung des Motu proprio Traditionis Custodes formuliert, durch das Papst Franziskus im Juli 2021 neue Normen zum Gebrauch der liturgischen Bücher aus der Zeit vor den Reformen des II.Vaticanischen Konzil promulgierte.

Heute hat die website der Liturgiekongregation mit Zustimmung des Papstes diese Dubia der Bischöfe und die Responsa des Dikasteriums auf die wichtigsten Fragen veröffentlicht- die einige Punkte des Motu proprio klarstellen. Jede Antwort wird von einer Erklärung begleitet.

Die Dubia und die Responsa werden von einem Brief des Präfekten der Kongregation, Erbischof Arthur Roche an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen begleitet, der die eingeschlagene Richtung erklärt:

"Jede vorgeschriebene Norm hat jeweils den einzigen Zweck die Gabe der kirchlichen Kommunion zu bewahren-  durch das in Herz und Geist überzeugte gemeinsame Gehen in die vom Hl. Vater angezeigte Richtung." 

PFARRKIRCHEN

Die erste Frage betrifft die Möglichkeit, den vorkonziliaren Ritus in einer Pfarrkirche zu feiern, falls es keine andere Möglichkeit gibt, eine Kirche, ein Oratorium oder eine Kapelle für eine Gruppe von Gläubigen zu finden, die das Missale von 1962 zelebrieren. Diese Möglichkeit wird vom Motu proprio ausgeschlossen, um zu betonen, daß die Feier der Messe mit dem zuvor verwendeten Ritus ein auf diese Gruppen beschränktes Zugeständnis ist und nicht zum gewöhnlichen Leben der Pfarrgemeinde gehört.

Die Antwort ist zustimmend, jedoch nur, wenn die Unmöglichkeit der Nutzung einer anderen Kirche, eines anderen Oratoriums oder einer anderen Kapelle festgestellt wurde und die Feier nicht in den Gottesdienstplan der Pfarrei aufgenommen wurde. Außerdem dürfen Feiern nicht gleichzeitig mit anderen pastoralen Aktivitäten der Pfarrei stattfinden. Diese Anweisungen, so die Antwort, sollen die Gläubigen, die den alten Ritus besuchen, nicht an den Rand drängen, sondern eher daran erinnern, daß es "ein Zugeständnis ist, für ihr Wohl zu sorgen“ und keine 2Gelegenheit, den vorherigen Ritus zu fördern“ der nicht mehr in Kraft ist.

GEBRAUCH DES ALTEN RITUS FÜR DIE SAKRAMENTE

Das zweite Dubium betrifft die Möglichkeit, nicht nur die Eucharistie (mit dem Missale Romanum von 1962, das Gegenstand der Konzession ist) zu feiern, sondern auch die anderen Sakramente, die im Rituale Romanum (die letzte Editio typica stammt aus dem Jahr 1952) und Pontificale Romanum vorgesehen sind, die vor der liturgischen Reform verwendet wurden. Zunächst erinnert die Antwort daran, daß das Rituale Romanum die Sakramente Taufe, Buße, Ehe, Krankensalbung und Riten wie Beerdigungen enthält; während das Pontificale Romanum die Sakramente betrifft, denen ein Bischof vorsteht – Firmung und Ordination. 

Freitag, 17. Dezember 2021

Fr. Hunwicke spricht...

bei liturgicalnotes heute über die Änderungen der von ihm so gehassten Bugnini-Truppe in der Liturgie, speziell der Liturgie der Adventszeit. 
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  "NOVUS ORDO, POSTKOMMUNION UND ROSA KREBB"

"Hier ist der für die Post-Kommunion des 17. Dezembers im Novus Ordo angegebene Text. Der diente im Sarum-Missale für den letzten Sonntag nach Trinitatis und kann dort in vielen frühen westlichen Riten gefunden werden. Den folgenden Text entnehme ich dem "Gelasianum".

Die Bugnini-Reformer haben die Klauseln umarrangiert und die Worte, die ich herausgehoben habe, umgeordnet. 

Animae nostrae, quaesumus, omnipotens Deus, hoc potiantur desiderio ut a tue Spiritu inflammmentur; ut sicu lampada divino munere satiati, ante conspectum venientis Christi Filii tui velut clara lumina fulgeamus. Per. 

(* Sarum schreibt pascantur)

Ich denke, daß das Entfernen von animae nostrae die Struktur festigt und- bevor ich eines Besseren belehrt werde...habe ich daran keine Kritik. Inflammentur wird im modernen Ritus durch accensi ersetzt; und wird ausgelassen. Ich denke, die Eliminierung von inflammentur (in Flammen aufgehen sicut lampades) und das Weglassen von sicut lampades (wie Fackeln) nimmt uns ein sehr lebendiges Stück bildlicher Vorstellung. 

Das Original zeigt das beeindruckende Bild einer Gruppe von Begeisterten mit Fackeln, die ihren Weg durch die dunklen, unbeleuchteten Straßen einer Stadt ziehen, ihren Weg mit Fackeln beleuchten, um jemandem zu begegnen, der da kommt. Erinnern Sie sich daran, daß Römische Hausfassaden auf die Innenhöfe ausgerichtet waren, so daß in den engen Straßen nicht einmal ein schwaches Licht von den Öl-Lampen gab, die durch die Fenster flackerten. 

Das veränderte Gebet wird zu 60-ger Jahre und zu einer Platitude. Tatsächlich fragt man sich, warum Novus-Ordo-Läufer überhaupt Lichter brauchen. Sicher reicht die massive elektrische Beleuchtung des Auto-Salons gegenüber, um sie davor zu bewahren, in das sterquilinium  (Misthaufen) zu stolpern? 

Der arme antike Arthur Roche hat kürzlich behauptet, daß der Novus Ordo den größten Teil der Euchologie des Usus Authenticus enthielte, und "reicher" sei. Ich verstehe, was der liebe alte Herr im Sinn hat. Die Bugninidioten haben einiges an Material aus frühen liturgischen Quellen gerettet, insbesondere in ihrer (selbst auferlegten) Mission, verschiedene Proprien für die Wochentage in Advent und zu Ostern bereitzustellen.

Aber: 

1) die Motive, die die Auswahl, die sie getroffen haben, kontrollierten und ihre Veränderungen haben einen durchgehenden Zweck, videlicet, ein Herunternivellieren zu erzwingen; wir werden bei einer liturgischen Kultur enden, die überall in die Zwangsjacke einer Dekade gezwängt ist (den Dimensionen eines Prokrustes Bettes angepaßt). Andererseits hat der Usus Authenticus, der sich über 2 Jahrtausende organisch entwickelt hat, wie ein Eisberg verschiedene Materialien jedes Zeitalters, die er durchquerte, aufgenommen und enthält so viel mehr kulturelle Vielfalt. (C.S: Lewis Hinweis in "The Reading of Old Books trifft hier zu.)

Tweet: England hat Abschied von Fra´ Matthew Festing genommen

"Am 14. Dezember wurde in London in Anwesenheit von Familienvertretern, den königlichen Hoheiten Prinzessin Michael von Kent und dem Herzog von Gloucester, Ordensmitgliedern und vielen seiner Freunde eine Requiem-Messe für Fra´ Matthew Festing,  79.Großmeister des Malteser-Ordens,  abgehalten."

 A Requiem Mass for Fra’ Matthew Festing, 79th Grand Master of the @OrderofMalta was held in London on 14 December, attended by family, representatives of HRH Princess Michael of Kent and HRH the Duke of Gloucester, members of the Order, and many friends. pic.twitter.com/WgmHgPpcgP

Kardinal Pell fragt nach dem Geld, das vom Vatican nach Australien überwiesen wurde....

Marco Tosatti hat das Interview, das Kardinal Pell dem National Catholic Register gegeben hat übersetzt und für Stilum Curiae zusammengefaßt. 
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GEORGE PELL: DAS GELD DES VATICANS FÜR AUSTRALIEN- WOFÜR? DAS FRAGE ICH BECCIU"

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, es scheint mir interessant, Ihre Aufmerksamkeit auf meine Übersetzung dessen zu richten, was die Catholic World News schreiben: die Wiederaufnahme und Kontextualisierung eines Interviews, das dem National Catholic Register von Kardinal George Pell gewährt wurde. Bzgl. des Geldes, das im Zusammenhang mit dem surrealen Prozess vom Vatikan nach Australien geflossen ist, und über die Urteile und Inhaftierungen, die der australische Kardinal erlitten hat. Was im Vatikan sicher viele geärgert hat, vor allem diejenigen, die bereitwillig für sich und andere mit dem Schmutz des Teufels umgehen. Gute Lektüre.

§§§

Kardinal George Pell hat Kardinal Angelo Becciu aufgefordert, die Überweisung von  mehr als 2 Millionen Dollar an vaticanische Fonds in Australien zu erklären. 

Die vaticanischen Überweisungen wurden von Kardinal Becciu, der jetzt die Schlüsselfigur im vaticanischen Finanzprozess ist, genehmigt, zu einer Zeit, in der die australische Staatsanwaltschaft einen Fall gegen Kardinal Pell konstruierten. Das Staatssekretariat, zu dem Kardinal Becciu damals gehörte, hat diese Überweisungen nie öffentlich erklärt.

"Ich habe eine Frage an Kardinal Becciu" sagte Kardinal Pell während einer Untgerhaltung mit Joan Frawley Desmond vom NCR: "Kannst du uns sagen, wozu das Geld überwiesen wurde?"

Nach einer Erklärung von einem früheren Mitarbeiter des Staatssekretariates sollten die Gelder der juristischen Verteidigung von Kardinal Pell dienen. "Das ist sicher nicht wahr" sagte der australische Kardinal "Wir haben mit Sicherheit nichts bekommen." 

Kardinal Pell sagte, daß wenn dem Wirtschaftssekretariat  erlaubt worden wäre, die Finanzen des Staatssekretariates zu untersuchen, hätte eine Prüfung auf den Londoner Immobilien-Deal aufmerksam gemacht, der jetzt im Zentrum des Vatican-Prozesses steht. Wären die entsprechenden Fragen gestellt worden, hätte der Vatican bei diesem Deal "nicht so viel Geld verloren".

Angesprochen auf den Prozess, in dem Kardinal Becciu der Hauptangeklagte ist, sagte Kardinal Pell: "Ich bin mir beim Vatikanprozess über nichts sicher. Ich weiß nicht, was los ist. Ich bin mir nicht einmal ganz sicher, ob er weitergehen wird. Er könnte aus rechtlichen Gründen scheitern“.

Kardinal Pell wurde 2018 wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt und inhaftiert, bis das höchste Gericht Australiens das Urteil 2020 aufhob. Er hat mit dem Register auch über seine Gefängnistagebücher in 3 Bänden gesprochen.

Der australische Kardinal sagte auch, daß er -wenn er in Rom ist- gelegentlich der Papa emeritus Benedikt XVI besucht: "Er schwindet dahin, er ist sehr sehr schwach." 

Quelle: Stilum Curiae, M.Tosatti

 

Der zurückgetretene Pariser Erzbischof, Msgr. Aupetit verteidigt sich

Marco Tosatti kommentiert bei Stilum Curiae den aktuellen Stand der Dinge in der Affäre um den Rücktritt des Pariser Erzbischofs Michel Aupetit. 
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"AUPETIT: "WENN DER PAPST GEWOLLT HÄTTE, HÄTTE ICH MICH VERTEIDIGEN KÖNNEN" 

"Ich bin Opfer einer Intrige geworden": Msgr. Aupetit kommt zum ersten mal auf die Gerüchte über eine Liaison zurück" 

Der Erzbischof von Paris, dessen Rücktritt vom Papst am 2. Dezember angenommen wurde, kommt zum ersten mal auf die Gerüchte über eine Liaison zu sprechen, deren Ziel er war, Er kündigt an Paris Match zu verklagen, das am8. Dezember Fotos veröffentlichte, die ihn in Gesellschaft der Theologin Laetitia Calmeyn zeigen´.

Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, der Ex-Erzbischof  von Paris, Michel Aupetit hat gegenüber "Le Parisien" über das Geschehen gesprochen und auch über den Prozess, den er gegen Paris Match führen will. das einige Fotos des Prälaten und einer Theologin - einer geweihten Jungfrau- die im Wald von Meudon spazieren gehen, veröffentlicht.  Der Ex-Erzbisachof stellt klar fest, daß die Ereignisse, die zu seinem Rücktritt führten, nichts weniger als anständig waren und deretwegen er sich hätte verteidigen können, wenn der Papst ihn darum gebeten hätte. Dies war nicht der Fall, und man fragt sich, warum der Papst, der bei anderen Gelegenheiten (siehe zum Beispiel im Fall Zanchetta ...) eine ganz andere Haltung eingenommen hat, die selbst angesichts detaillierter Anschuldigungen bei dieser Gelegenheit so voreilig war. Doch nachdem er seine Unschuld als Titularerzbischof nicht beweisen konnte, will er dies nun als Emeritus tun, um keine Schatten auf seiner Arbeit zu hinterlassen.

Der emeritierte Erzbischof hat die Gerüchte über eine Beziehung, die im Artikel von Paris Match enthalten sind, sowie die von ihm beabsichtigte Klage direkt angesprochen. 

"Das hat nichts mit einer Liebesbeziehung oder einer sexuellen Beziehung zu tun, Es handelt sich um eine Freundschaft- Auf persönlicher und spiritueller Ebene sind wir auf der selben Wellenlänge" sagte er über seine Beziehung mit Laetitia Calmeyn, einer Dozentin am Collège des Bernardins und geweihten Jungfrau. 

Die Öffentlichkeit wurde auf diese Beziehung von Paris Match aufmerksam gemacht, nachdem dem Erzbischof bereits einige Tage vorher von Le Point eine unangemessene Beziehung vorgeworfen worden war. Auf den Fotos ist der Prälat im Wald von Meudon zu sehen, begleitet von Laetitia Calmeyn, einer geweihten Jungfrau. "Das hat nichts mit einer Liebesbeziehung oder einer sexuellen Beziehung zu tun. Es ist eine Freundschaft", sagte Bischof Michel Aupetit in Le Parisien. „Ich finde es verabscheuungswürdig, daß das beschmutzt wird“, bedauerte er. Der Mann gab bekannt, daß er gegen Paris Match klagen wird. Ich kann nicht akzeptieren, daß mein Schweigen als Schuldeingeständnis interpretiert wird", sagte er.

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Christliche Kunst

 "Die Hochzeit in Kana"  Giotto Di Bondone  1306 

Fundstück

Wie "Die Tagespost" berichtet, hat Kardinal Gerhard Müller der mit viel sprungbereiter Feindseligkeit vorgetragenen Kritik an Äußerungen, die er so gar nicht gemacht hat, widersprochen.
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Unter dem Titel:  

"NACH UMSTRITTENEM INTERVIEW: MÜLLER VERTEIDIGT SICH GEGEN KRITIK"

beginnt der Artikel so: 

"In dem jüngst veröffentlichten Interview zur Corona-Politik gebe es keine „antisemitischen Chiffren“, so Kardinal Müller. Die These vom „Big Reset“ der globalen Welt verteidigt er.

Der deutsche Kurienkardinal Gerhard Müller hat die deutlichen Kritik an seinen Äußerungen zur Corona-Politik und der Pandemiebekämpfung zurückgewiesen. Auch den Vorwurf, in dem Interview, das er dem österreichischen Aktivisten Alexander Tschugguel gegeben hatte, bediene er sich „antisemitischer Chiffren“, bestreitet er. „Im Interview gibt es überhaupt keine Chiffren. Zitiert wird die Bibel mit dem Hinweis auf die Erschaffung des Menschen nach dem Bild und Gleichnis Gottes“, so der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation gegenüber der Nachrichtenseite „CNA Deutsch“. (...)

Quelle: Die Tagespost